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Der Liveticker zum Nachlesen: „Kögida“-Demo gestoppt – Gegner feiern am Dom

Die „Kögida“-Gegner auf dem Weg zum Dom

Die „Kögida“-Gegner auf dem Weg zum Dom

Foto:

Fouad

Hier wird die Außenbeleuchtung vom Dom abgestellt
05.01.2015, Köln: Es ist wirklich ein beeindruckendes Bild. Während der "Kögida"-Kundgebung erlischt die Außenbeluchtung am Dom.

Wegen tausender Gegen-Demonstranten hat die anti-islamische „Kögida“-Gruppierung in Köln ihre Kundgebung nach kurzer Zeit abgebrochen.

Laut Polizei-Sprecher wurde der geplante Gang vom Ottoplatz über die Deutzer Brücke zum Roncalliplatz abgesagt. Unter Tausenden Gegendemonstranten brach Jubel aus.

Es war ihr ausdrückliches Ziel gewesen, eine Demonstration von „Kögida“ - so nennt sich die Bewegung in Köln - zu verhindern. Deren Aufruf waren nur einige Hundert Anhänger gefolgt. Als Zeichen gegen Islam- und Ausländerfeindlichkeit hatten viele große Kölner Gebäude die Beleuchtung abgeschaltet, darunter auch der Dom.

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Hier der Liveticker zum Nachlesen

+++ 21.10 Uhr: Die Gegen-Demonstranten sind am Dom angekommen. Sie werden noch solange auf dem Roncalliplatz ausharren, bis die Dombeleuchtung angeknipst wird. Das wird gegen 22 Uhr sein.

+++ 20.22 Uhr: Die nächste Überraschung. Die Gegen-Demonstranten haben sich formiert und gehen spontan den Weg, den eigentlich „Kögida“ zum Dom laufen wollte. Derzeit befindet sich der Zug auf der Deutzer Brücke. Sie wollen den Weg reinwaschen, heißt es.

+++ 20.20 Uhr: Auch Schauspielerin Shary Reeves ist unter den Gegendemonstranten: „Ich bin irritiert, traurig und entsetzt über das, was in Deutschland gerade passiert. Aber ich bin stolz auf mein Köln.“

+++ 19.55 Uhr: Während sich die „Kögida“-Demonstranten langsam aus dem Staub machen. Feiern die Gegner mit Musik.

+++ 19.37 Uhr:Jetzt definitiv! „Kögida“-Veranstalter sagt freiwillig die Demo ab.

+++ 19.17 Uhr: Die Polizei hat die „Kögida“-Demo vorerst gestoppt!Aus Sicherheitsgründen – zu viele Menschen stehen auf der Deutzer Brücke und blockieren den Zugweg. Allerdings ist die Polizei noch in Verhandlungen, ob eine Alternativ-Route möglich ist.

+++ 19.14 Uhr: Bisher hat sich der „Kögida“-Demo-Zug noch nicht in Bewegung gesetzt. Die Polizei hat noch nicht das „Go“ gegeben. Die Demo soll über die Deutzer Brücke ziehen, doch da stehen so viele Gegen-Demonstranten, dass derzeit kein Durchkommen ist.

+++ 18.57 Uhr: Polizeipräsident Albers sagt, es sei genügend Platz da, um das Versammlungsrecht beider Parteien zu gewährleisten. Ich freue mich, dass bis jetzt alles friedlich verläuft.“

Ex-Oberbürgermeister Fritz Schramma zu unseren Reportern: Es war mein größter Wunsch, dass diese braune Bande nicht durch Köln zieht.“

+++ 18.43 Uhr: Auch OB Jürgen Roters bekommt den riesigen Andrang bei der Gegendemo zu spüren. Er wünscht sich zwar mehr Platz für die Gegendemonstranten, aber das Einsatzkonzept sei Sache der Polizei.

+++ 18.30 Uhr: Es ist soweit! Der Kölner Dom ist dunkel! Erst wurden unten die Lichter ausgeknipst, dann erlosch die Beleuchtung der Domspitzen. Spektakulär!

+++ 18.28 Uhr: Jetzt ist auch die Zoobrücke dicht. Fotografen haben sich dort positioniert - sie wollen den Kölner Dom dunkel fotografieren.

+++ 18.22 Uhr: Inzwischen tut sich auch was auf dem Ottoplatz. Rund 500 „Kögidas“ sollen sich dort versammelt haben.

+++ 18.06 Uhr: Die Gegen-Demonstranten beschweren sich immer heftiger über zu wenig Platz. Sie rufen: „Wir brauchen mehr Platz!“

Linke Demonstranten versuchen Zaun zu durchbrechen
Im Rahmen der „Kögida“-Demonstration und der Gegenveranstaltung versuchten linke Dermonstranten am LVR-Gelände einen Zaun zu durchbrechen.

+++ 18.01 Uhr: Erste Ausschreitungen! Polizei muss gegen Linke Demonstranten vorgehen, die einen Zaun auf dem LVR-Gelände durchbrechen wollten. Noch werden die Demonstranten aufgehalten.

+++ 17.58 Uhr: Kein Platz und das Gedränge wird immer dichter! Jörg Detjen (56) von der Linksfraktion Köln fordert auf der Bühne die Polizei auf, mehr Platz für die Gegen-Demonstranten zu schaffen.

+++ 17.49 Uhr: Leere auf dem Ottoplatz. Bisher sind gerade mal 70 „Kögida“-Demonstranten gesichtet worden.

+++ 17.35 Uhr: Bei den „NoKögidas“ herrscht gute Stimmung. Eine Musikband spielt und die Gegen-Demonstranten tanzen. So bekommt man warme Füße.

+++ 17.29 Uhr: Vor dem LVR-Turm versammeln sich immer mehr Gegen-Demonstranten. Auch Tommy Engel, Vertreter der AG „Arsch huh“, wurde bereits gesichtet. „Wir dürfen nicht nur nach Köln schauen, sondern überall wo diese »Pegida«-Ableger sind. Es ist ein Rechtsruck da. Und dagegen gehen wir in Köln auf die Straße.“

+++ 17.28 Uhr: Ein Polizei-Hubschrauber kreist über dem Gebiet.

+++ 17.27 Uhr: Auch Hella von Sinnen wurde unter den „NoKögidas“ gesichtet: „Meine erste Demo überhaupt. Diese sogenannten Patrioten erschüttern mich zu tiefst.“

+++ 17.26 Uhr: Die Polizei schafft jetzt eine größere Pufferzone zwischen den Demos. Aber so richtig viele „Kögida“-Anhänger sind nicht zu sehen.

+++ 17.22 Uhr: Der Auenweg ist gesperrt. Immer mehr „NoKögida“-Demonstranten kommen über die Hohenzollernbrücke und gehen zum LVR-Turm. Die Lage wird immer unübersichtlicher.

+++ 17.16 Uhr: Der Landtagsabgeordnete der Grünen Arif Ünal (60) nimmt auch an der Gegen-Demo teil: „Köln ist nicht Dresden. Es ist erfreulich, dass es mehr Menschen in Köln gibt, die für Toleranz und Frieden auf die Straße gehen als Menschen, die Fremdenfeindlichkeit schüren. Auch erfreulich ist es, dass diesmal die türkisch und islamischen Vereine zu der Gegendemo aufgerufen haben und die ausländischen Mitbürger diesem Ruf gefolgt sind.“

+++ 17.03 Uhr: Nochmal die Bitte an alle Autofahrer: Umfahren Sie den Bereich Ottoplatz weiträumig. Vom Heumarkt in Richtung Deutz geht nix mehr – der Verkehr steht. Auch die Opladener Straße in Richtung City ist dicht. Die aktuelle Verkehrslage in Köln.

+++ 16.56 Uhr: Direkt am Ottoplatz ist das Restaurant „Cafe Especial“, doch es hat wie gewohnt geöffnet. „Durch das große Polizeiaufkommen habe ich keine Angst vor »Kögida«“, sagt Geschäftsführer Rico Wilhelm (52). Er hofft auf eine friedliche Demo.

+++ 16.52 Uhr: Derzeit rechnet die Polizei mit mehr als den 500 angemeldeten „Kögida“-Teilnehmer.

Die Gegen-Demonstranten haben die Lautsprecher schon aufgestellt, um die „Kögida“ zu übertönen. Die Polizei wird mit mehreren Hundertschaften versuchen, die Gruppierungen auseinander zuhalten.

+++ 16.44 Uhr: Via Facebook warnt die Kölner Polizei vor Blockadeaufrufen im Internet...

+++ 16.19 Uhr: Die ersten „Kögida“-Demonstranten wurden gesichtet.

+++ 16.12 Uhr: Die Polizei hat den Bereich rund um den Ottoplatz jetzt für Fußgänger gesperrt.

+++ 16.01 Uhr: Auch das RheinEnergieStadion setzt ein Zeichen gegen „Kögida“. Ab 18.30 Uhr wird die Beleuchtung der vier Stadion-Pylone bis 21 Uhr abgeschaltet. Hoffentlich gibt es nachher keinen Kurzschluss, wenn alle Lichter gleichzeitig wieder eingeschaltet werden.

+++ 15.50 Uhr: Auch die Gegen-Demonstranten formieren sich. Wagen und Lautsprecher werden aufgebaut.

+++ 15.30 Uhr: Auch Oberbürgermeister Jürgen Roters hat sich heute schon zu Wort gemeldet: „Die Stadt Köln beteiligt sich gerne mit ihren Möglichkeiten an der Aktion „Licht aus“. Damit bezieht Köln nicht nur klare Position gegen irrationalen Fremdenhass und Ausgrenzung, sondern gibt damit einen deutlichen Denkanstoß an potenzielle Teilnehmer der Demonstration, ihre Haltung und Teilnahme noch einmal zu überdenken.“

+++15.28 Uhr: Pfarrer Markus Herzberg (37) selbst wird am Abend die Beleuchtung im Glockenturm der City-Kirche ausschalten. Somit setzt die Antoniter Kirche in der Schildergasse wie viele andere Institutionen ein Zeichen gegen „Kögida“. Die Außenbeleuchtung der City-Kirche wird wie beim Kölner Dom um 18.30 Uhr seitens der Rheinenergie ausgeschaltet. Pfarrer Herzberg zündet in der Kirche ein Licht für Frieden an und steht den Abend über als Ansprechpartner zur Verfügung.

+++15.26 Uhr: In Deutz fahren immer mehr Polizeiwagen vor – Autofahrer sollten den Bereich Ottoplatz weiträumig umfahren.

+++15.10 Uhr: Auch der LVR setzt ein klares Zeichen gegen Rechts und hat ein riesiges Plakat an der Zentrale aufgehängt – mit der Aufschrift: „Landschaftsverband Rheinland: Gegen Diskriminierung und Rassismus, für Menschenwürde und Religionsfreiheit!“

Mittlerweile haben zahlreiche Einrichtungen angekündigt, die Außenbeleuchtung während der Demo auszuschalten. So werden auch die Oper und der TÜV-Tower die Lichter ausmachen.

+++14.50 Uhr: Bisher ist es ruhig am Ottoplatz, doch die ersten Absperrungen und Polizeiwagen treffen ein. Der Platz wird Zug um Zug abgeriegelt.

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