Köln - Ein Thema brennt den Kölnern unter den Nägeln: Wie soll die neue Nord-Süd-Stadtbahn die Rheinuferstraße queren? Auch hierzu befragten wir die Kölner. Das Ergebnis ist eindeutig. Eine Mehrheit will den Tunnel.
Für die Kreuzung im Kölner Süden stehen drei Varianten zur Auswahl. Politik und Verwaltung ringen seit Monaten um eine Lösung.
Lösung 1: Bahn und Autoverkehr laufen beide oberirdisch. Eine Schrankenanlage gewährt der neuen Stadtbahn freie Fahrt, der Autoverkehr muss alle paar Minuten anhalten. Hier fürchten viele Dauer-Staus.
Lösung 2: Der Tunnel für die U-Bahn wird verlängert, um eine Kreuzung zu verhindern.
Lösung 3: Die Bahn bleibt überirdisch, für den Autoverkehr wird am Rheinufer ein Tunnel gebaut.
Und das sagen die Kölner: 42,3 Prozent der Befragten sprechen sich klar für die Lösung eines Straßentunnels aus.
Immerhin noch 23,8 Prozent plädieren für einen längeren U-Bahn-Tunnel. Hier ist auffällig, dass bei den Männern der Wert mit 31,3 Prozent deutlich über dem Schnitt liegt. Lediglich 16,8 Prozent der Kölnerinnen stimmten für den U-Bahn-Tunnel.
Nur 16,3 Prozent sind für eine Verkehrsregelung per Schranke, die lange Zeit von der linken Ratsmehrheit favorisiert worden ist. 16,4 Prozent gaben bei der Umfrage ein „weiß nicht“ an.
Die Grünen kämpfen im Rat vehement für die Schranken-Lösung. Bei ihrer Anhängerschaft ist dies aber auch nicht so beliebt. Nur 21,3 Prozent der Grünen-Wähler votieren in der Umfrage für die Schranken-Lösung; 37,4 Prozent von ihnen sind für den Straßentunnel.
Bei den Wählern der anderen Parteien ist das Votum für den Straßentunnel noch klarer: Bei der CDU-Wählerschaft wollen ihn 48 Prozent, bei der SPD 43,5 Prozent und bei der bei der FDP 46 Prozent.
Egal wie die Köln-Wahl ausgeht, dieses Thema wird im Rat noch für heftige Kontroversen sorgen.
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