Köln - Der städtische Praktikant (24), der beschuldigt wurde, sieben Mädchen in einer Kita missbraucht zu haben, wurde am Donnerstag aus der Haft entlassen. Es bestehe kein dringender Tatverdacht mehr, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Seit April ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs gegen den Ex-Praktikanten. „Da nach ersten Erhebungen ein dringender Tatverdacht anzunehmen war, hat das Amtsgericht Köln am 23.06.2009 einen Haftbefehl erlassen“, teilte am Donnerstag Oberstaatsanwalt Günther Feld mit.
Der Haftbefehl, der am 24. Juni vollstreckt wurde, hat jetzt keinen Bestand mehr. „Aufgrund der Ergebnisse der weiteren Ermittlungen kann derzeit von einem dringenden Tatverdacht nicht mehr ausgegangen werden“, so Feld weiter.
Ein Gutachten der Kinderpsychiaterin entlastet den Praktikanten. Nach EXPRESS-Informationen ist es nicht ausgeschlossen, dass sich die Kinder die Verletzungen im Intimbereich beim Spielen selbst beigebracht haben können. Die Kripo informierte die Eltern der betroffenen Kinder.
Verteidiger Dr. Frank Seebode zeigte sich zwar erleichtert, dass sein Mandant frei ist. „Er wird vorerst nicht nach Hause zurückkehren. Er ist enttäuscht, wie schnell sich Menschen eine falsche Meinung bilden können.“
Eingestellt ist das Verfahren noch nicht: „Die sich äußerst schwierig gestaltenden Ermittlungen dauern an“, so die Staatsanwaltschaft.
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