Köln - Das Schwimmbad am Kartäuserwall musste geschlossen werden. Im Wasser waren Legionellen entdeckt worden. Das Bad wurde erst vor einem Jahr technisch aufgerüstet.
"Das Wasserlabor der Rheinenergie hat bei routinemäßigen Untersuchungen den Befall festgestellt und das Gesundheitsamt informiert", bestätigt Kölnbäder-Geschäftsführer Berthold Schmitt. "Die Behörde hat daraufhin das Bad sofort schließen lassen."
Werden Legionellen - etwa beim Duschen - eingeatmet, kann das zu einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung führen.Technik und Filter des nur von Schwimmvereinen und Schulklassen genutzten Bades seien erst vor einem Jahr erneuert worden, betont Schmitt.
Und genau da lag offenbar das Problem: "Wir haben den Filter öffnen lassen und dabei festgestellt, dass die Füllung nicht mehr in Ordnung war", so der Kölnbäder-Chef. "Die Kohleschicht war zerbröselt, der Filter von innen verrostet."
Das Bad könne bald wieder geöffnet werden, meint Schmitt. "Da wurde mal wieder gehörig geschlampt", tobt FDP-Fraktionsgeschäftsführer Uli Breite. "Wie kann es sein, das neueste Technik so unsachgemäß eingebaut wird? Wir verlangen Aufklärung."
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