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TV-Krise : Warum pfeift ihr auf unseren kölschen Karneval?

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Frank Morawa und die 3 Colonias bei ihrem Auftritt bei der ersten ARD-Fernseh-Sitzung im Gürzenich.

Foto:

Worring

Der Karneval in der TV-Krise: Wegen sinkender Quoten streicht nicht nur der WDR seine Übertragungen zusammen. Auch ARD und ZDF haben 2016 deutlich weniger kölsche Karnevalsshows in ihrem Programm. Warum pfeifen die Sender auf unseren Karneval?

Immer weniger Zuschauer schalten bei traditionellen Sitzungen die Flimmerkiste ein. Deshalb dampfen ARD, ZDF und WDR ihre Übertragungen vom jecken Treiben ein. Ist der Kölner Karneval für die Sender zu altbacken?

„Das ZDF trägt der Tatsache Rechnung, dass das Interesse der Zuschauer an der Fernsehfastnacht in den vergangenen Jahren abgenommen hat“, so ZDF-Sprecher Stefan Unglaube. So gingen die Quoten der einstigen Flaggschiffe „Typisch Kölsch“ (Ende der 90er: 8,7 Millionen, 2015: 3,6, Millionen) und „Mer losse d’r Dom in Kölle“ (1994: 11,24 Millionen, 2015: 4,8 Millionen) gewaltig in den Keller.

Konsequenz: Beide Sendungen fliegen 2016 aus dem Programm. Stattdessen zeigt das ZDF am 4. Februar „Kölle Alaaf – Die Mädchensitzung“ (20.15 Uhr) – als einzige Karnevalssendung aus Köln. Der Sender will dem Zuschauerschwund mit einem „neuen zeitgemäßes Format“ begegnen.

 Für Karnevalisten bleibt ein Hoffnungsschimmer: Das ZDF könnte 2017 statt „Mainz bleibt Mainz“ eine zweite Sendung aus dem Kölner Karneval übertragen. Der Mainzer Klassiker wird in dem Jahr nämlich von der ARD übertragen.

Das Erste zeigt nur noch den Rosenmontagszug (8. Februar, 15.30 Uhr) und „Karneval in Köln“ (8. Februar, 20.15 Uhr).

 Der WDR stieg schon dieses Jahr aus der Übertragung von „11.11. – immer wieder kölsche Lieder“ aus. Nach der Live-Sendung vom Rosenmontagszug wird 2016 eine Aufzeichnung von der Arkaden-Party gesendet; 2017 ist Schluss für die Puppensitzung.