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Erste Prinzenproklamation: Agrippina Reker! Ein neuer Star in der Bütt

Prinz Pripro Reker

Henriette Reker überreicht Prinz Thomas II. die Pritsche.

Foto:

Patric Fouad

Köln -

Darauf hatte der Gürzenich lange gewartet: Nach Jahren der westfälisch-hochdeutschen Auftritte ihres Vorgängers Jürgen Roters schenkte OB Henriette Reker (59) dem Publikum bei ihrer ersten Prinzenproklamation eine Rede mit kölschen Tön.

Mehr noch: Das „kölsch Mädche“ inszenierte ihre Machtübergabe ans Dreigestirn als Theaterstück. Prinz Thomas II. (Thomas Elster), Bauer Anton (Ulrich Anton Maslak) halfen kräftig mit.

Dafürschlüpfte Reker in eine historische Rolle als Stadtgründerin Agrippina! „Sprechen Sie mich nicht auf mein Alter an! So viele Nullen verträgt keine Frau“, witzelte „Agrippina Reker“ und erntete sofort Lacher. Die Vorkommnisse in der Silvester-Nacht, die Debatte um ihre „Armlängen“-Ratschläge, der Rauswurf des Polizeipräsidenten – über all das verlor die OB kein Wort. An diesem Abend sollte nur der Karneval regieren.

Bevor „Agrippina Reker“ dem Trifolium die Insignien der Macht übergab, wollte sie wissen, ob es dessen würdig sei. Daher ein kleines Quiz: Agrippina: „Wat es en Kölle Jrundnahrungsmeddel? Wing oder Kölsch?“ Leicht für Bauer Anton: „Kölsch natürlich!“

Toller Auftritt in Zeiten wie diesen: Nobert Conrads und Soulsängerin Marie Enganembem plus Jugendchor St. Stephan singen "Unser Stammbaum". #Prinzenproklamation

Posted by Carsten Fiedler on Freitag, 8. Januar 2016

Bei der Übergabe von Pritsche, Schlüssel und Spiegel an die Sandkastenfreunde aus der Südstadt fand die OB persönliche Worte: „Mer künnte meine, för üch es die kölsche Hymne jeschrevve wode: „Echte Fründe stonn zesamme“! Bewegend, der Moment, als sie sich an den Bauern wandte. Dessen größter Wunsch war es, dass sein verstorbener Vater „vum Himmelspöözje us“ erleben kann, wie er zum „staatse Boor“ proklamiert wird.

Am Ende erhoben sich die Gäste nicht nur, um das Dreigestirn mit „Dreimol Kölle alaaf!“ hochleben zu lassen. Auch „Mutter Colonia“ hatte ihre Heimatstadt würdig vertreten.

Und was sagte ihr Vorgänger? „Ganz wunderbar hat sie das gemacht!“, meinte Jürgen Roters (66). Und wie man ihn kennt, schob er ganz sympathisch und ehrlich hinterher: „Endlich mal eine Proklamation ohne Nervenflattern. Ich hatte sonst immer sieben Tage vorher Magenkrämpfe!“


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