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Kalk, der wilde Osten von Köln: Die Mafia im Schatten des Polizeipräsidiums

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Das Polizeipräsidium in Köln-Kalk.
Das Polizeipräsidium in Köln-Kalk.
Foto: A. Savin unter 3.0 Unported
Köln –  

Schüsse, Tote, Festnahmen – und immer wieder tauchen in Polizeiberichten zwei Worte auf: Mafia – und Kalk. Keine Kripo-Zentrale hat das organisierte Verbrechen so direkt vor der Tür wie Köln.

Am Donnerstag wurde der Boss der sizilianischen Bau-Mafia in einem Café an der Kalk-Mülheimer Straße verhaftet (EXPRESS berichtete). Wenige hundert Meter entfernt vom Büro des Polizeipräsidenten.

Verdichtet man im Umkreis die Straftaten der letzten Jahre, ergibt sich ein Bild des Grauens: Am 20. März 2001 wurde ganz in der Nähe, an der Kalker Hauptstraße ein Italiener von einem Landsmann erschossen, 2004 eine Schießerei in einem Café um die Ecke, in „Micki’s Bar“ ein paar Häuser weiter wurde 2009 gefeuert, zwei Jahre später wird der Wirt wegen Auftragsmord festgenommen, Schüsse auf eine Familie 2012, im September desselben Jahres wird ein 42-Jähriger ganz in der Nähe mit mehreren Kugeln hingerichtet.

Die Motive: Spielschulden, Schutzgelder, Konkurrenz. Das Vorgehen: oftmals organisiert, von langer Hand geplant.

Die Karte des Verbrechens - klicken Sie für weitere Infos auf die einzelnen Punkte:

Mafia im Schatten des Polizeipräsidiums – was ist da los?

„Mit Sicherheit ist es so, dass sich bei uns Menschen aus der organisierten Kriminalität niedergelassen haben“, bestätigt Andreas Schröder, Sprecher der „Standortgemeinschaft Kalk“. „Von der Statistik her gibt es aber nicht mehr Straftaten als in anderen Bezirken.“

Bezirksbürgermeister Markus Thiele hat die Mafia-Schlagzeilen satt: „Wir werden aus aktuellem Anlass so schnell wie möglich den kriminalpräventiven Rat einberufen und mit Vertretern von Polizei, Ordnungsamt und Bezirk konkrete Maßnahmen ergreifen. Kalk muss wieder sicherer werden.“

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