Köln- Der Gas-Skandal in der Tierhandlung. Nachdem EXPRESS über das grausame Töten von mehr als 90 Vögeln in der „Fressnapf“-Filiale in Köln-Lindweiler berichtete, wurde die Konzern-Zentrale aktiv. Am Mittwoch gestand Filialleiter Achim Jannes: Er ließ die vermeintlich kranken Agaponiden, Nymphen- und Wellensittiche vergasen…
Der Käfig als Todesfalle. Eingepackt in einen Müllbeutel, in den aus einem Schlauch das tödliche CO2-Gas strömt. Auf diese Weise entsorgten Tierhandlungs-Mitarbeiter fast 100 vermeintlich kranke Vögel im Auftrag des Chefs. Einige Dutzend Tiere wurden auch in einen Eimer mit Deckel gesteckt, auf diese Weise vergast. Eine medizinische Behandlung der Tiere war dem Chef zu teuer.
Die „Fressnapf“-Zentrale griff hart durch, ermittelte mit dem Veterinäramt vor Ort. Filialleiter Achim Jannes gestand die Vorwürfe am Mittwoch. Mit sofortiger Wirkung ist er seine Tierhandlung los.
„Herr Achim Jannes hat heute gegenüber den Tierärzten des Veterinäramtes Köln zugegeben, dass die im EXPRESS erhobenen Vorwürfe der Wahrheit entsprechen. Er hat damit die Beschuldigungen gegen ihn in vollem Maße eingeräumt“, sagt „Fressnapf“-Sprecher Achim Schütz.
Und weiter: „Auf Drängen der Fressnapf-Zentrale wird Herr Jannes aus den Vorgängen Konsequenzen ziehen und den Markt verkaufen. Die Leitung des Marktes übernimmt ab sofort die Fressnapf-Zentrale.“
Filialleiter Jannes steht derzeit total neben sich. Er erklärt sein „unentschuldbares Verhalten“ als „Kurzschlusshandlung“: „Ja, ich habe die Tiere vergast. Das hätte nicht geschehen dürfen, doch bedauerlicherweise kann ich das nicht rückgängig machen.“ Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn - wegen unerlaubten Tötens von 93 Sittichen.
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