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Irrer Puff-Zoff: „Emma“ sabotiert Auftritt von Star-Musiker im Kölner Pascha

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„Emma“-Herausgeberin und Feministin Alice Schwarzer steht mit dem „Pascha“ naturgemäß auf Kriegsfuß.

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dpa

Köln -

„Emma“, die Zeitschrift der Feministin Alice Schwarzer (74), kämpft seit Jahren gegen Prostitution und Unterdrückung von Frauen. Mit dem Kölner Großbordell „Pascha“, in dem 120 Frauen auf zehn Etagen anschaffen, steht sie naturgemäß auf Kriegsfuß. Das hat Folgen!

Denn mit kritischem Blick hatte „Emma“ spitz gekriegt: Bei der 9. Pascha-Jazz-Nacht am 3.Mai tritt der weltberühmte US-Jazzgitarrist Al Di Meola (62) auf. Der Gitarrengott in der Nähe eines Laufhauses? Das, so „Emma“, könne ja wohl nicht wahr sein!

„Pascha“ für Jazzclub gehalten

Dabei sind im Pascha-Nachtclub bereits Jazz-Größen wie Bassist und Grammy-Gewinner John Goldsby, Tenorsaxofonist Grant Stewart oder Gitarrist Mike Stern aufgetreten. US-Rapper 50 Cent gab dort vor Jahren ein Exklusiv-Konzert. Alles ohne Proteste.

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Der weltbeste Jazz-Gitarrist Al Di Meola sollte am 3. Mai im Nightclub zwei Konzerte geben. Auftritt ungewiss.

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Anders jetzt bei Al Di Meola. Die „Emma“-Redaktion schrieb das Management des Gitarristen an und machte deutlich, dass der Auftritt im Bordell stattfinde und Al Di Meola vor Freiern spielen würde.

Al Di Meola teilte wenig später auf Facebook mit: „Wir sind total schockiert. Wir werden auf keinen Fall dort spielen.“ Man habe geglaubt, das „Pascha“ sei ein Jazzclub.

Aufruf zum Protest

Zuvor hatte „Emma“ ihre Leser aufgefordert, einen Protest an das Management von Al Di Meola zu richten - um das Konzert zu sabotieren und Stimmung gegen den Auftritt zu machen.

„Emma“ veröffentlichte später eine triumphierende Pressemitteilung und schrieb schadenfroh: „Das hatte sich das Kölner Großbordell, das sich so gerne mit Kultur schmückt, wieder nett ausgemalt...“

Lösung wird gesucht

Aber: Wird Al Di Meola wirklich nicht spielen? Der Kölner Pascha-Chef Harald Müller (52), Bruder des derzeit wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung inhaftierten Hermann Müller, zum EXPRESS: „Ich finde das für die Fans von Al Di Meola schade. Seine Entscheidung respektieren wir natürlich. Allerdings wusste das Management, dass es sich um einen Nightclub handelt, in dem schon zig Künstler vor ganz normalen Publikum aufgetreten sind.“

Management und Buchungsagentur wollen sich jetzt noch einmal zusammensetzen, um eine Lösung zu finden.