Empfehlen | Drucken | Kontakt10.02.2012 - 00:17 Uhr

In Leverkusen, Köln, Duisburg: Razzia in „Bandidos“-Bordell und Wohnungen

Spezialkräfte der Polizei haben am Donnerstagabend ein Bordell in Leverkusen sowie mehrere Wohnungen von Mitgliedern der Rockergruppe „Bandidos“ durchsucht.
Spezialkräfte der Polizei haben am Donnerstagabend ein Bordell in Leverkusen sowie mehrere Wohnungen von Mitgliedern der Rockergruppe „Bandidos“ durchsucht.
Foto: dpa
Leverkusen –  

Razzia im „Bandidos“-Milieu! Nach der Rocker-Schlacht zwischen „Hells Angels“ und „Bandidos“ in Mönchengladbach vor knapp drei Wochen hat die Polizei zwei Verdächtige ins Visier genommen.

Ermittler durchsuchten am Donnerstagabend ein Bordell in Leverkusen an der Porschestraße, das einem der zwei Männer gehört. Es handelt sich um den 37 Jahre alten Tunesier und „Bandido“ Brahim Z.

Außerdem verschafften sich Spezialkräfte Zutritt zu drei Wohnungen in Leverkusen, Köln und Duisburg.

Der zweite Verdächtige ist der 23-jährige Deutsche Ramin Y., der ebenfalls den „Bandidos“ zugerechnet wird. Er wohne zeitweise in Leverkusen und Duisburg, so die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach.

Beide Männer stünden im Verdacht, bei der Schlägerei vor einer Diskothek einen anderen Mann brutal niedergestochen zu haben. Er wurde lebensgefährlich verletzt. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts..

Insgesamt zwei Personen wurden während der Rocker-Schlägerei lebensgefährlich verletzt, zwei weitere erlitten Schnitt- und Stichverletzungen.

Die Polizei suchte bei der Razzia am Donnerstag nach Beweismitteln. Festnahmen seien nicht das Ziel der Durchsuchungen, erklärte Polizeisprecherin Antje Heymanns gegenüber EXPRESS.DE.

Große Rocker-Razzia - Bilder!
Bildergalerie ( 9 Bilder )

Weder Täter noch Opfer der Schlägerei mit 100 Beteiligten waren bisher bereit, eine Aussage zu machen. Über Videoaufzeichnungen kam die Polizei Brahim Z. und Ramin Y. auf die Spur. Nahezu alle an der Schlägerei beteiligten Rocker waren bis an die Zähne bewaffnet, unter anderem mit Baseballschlägern, Schlagringen, Stahlruten und Messern.

Daher drangen die Polizeikräfte zeitgleich in die Wohnungen und das Bordell ein.

Die Durchsuchungen dauerten in der Nacht noch an. In dem Bordell fanden die Beamten zahlreiche Hieb- und Stichwaffen.

Wir zeigen das Video von der schlimmen Rockerprügelei in Mönchengladbach:

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