Empfehlen | Drucken | Kontakt27.01.2012 - 20:02 Uhr

In Dünnwald: Elf Brüche in einer Nacht

Von CARSTEN RUST
Ganovenbande auf Beutezug
Köln –  

Was haben Einbrecher und Ratten gemeinsam? Beide sind überwiegend nachtaktiv. Und beide hat man nicht gern im Haus…

Tatort Schäl Sick: In nur einer Nacht ging eine Ganovenbande an der Stadtteilgrenze zwischen Dünnwald und Höhenhaus auf große Klau-Tour, brach nach Informationen aus Ermittlerkreisen in insgesamt elf Objekte ein. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Privatwohnungen.

So können Sie sich vor den dreisten Ganoven schützen

Wenn in der Wohnung abends Licht brennt oder ein Fernseher läuft, ziehen Kriminelle meistens weiter. Eine Zeitschaltuhr erledigt das auch während Ihrer Abwesenheit. Gerade bei Parterre-Wohnungen sollten an Fenstern und Türen zusätzliche Schließvorrichtungen angebracht werden. Fenster sollten nicht „auf Kipp“ stehen, wenn Sie die Wohnung verlassen. Aufmerksame Nachbarn sind wichtig. Wenn Sie verdächtige Geräusche hören oder auffällige Personen bemerken, rufen Sie sofort bei der Polizei an und geben eine Beschreibung durch. Lieber ein Anruf zu viel, als einer zu wenig.

Doch auch vor einer Grundschule, einem Kindergarten und einem Pfarrheim machten die Diebe nicht Halt. Diese Einrichtungen liegen alle direkt nebeneinander in der Straße „Am Rosenmaar“.

Kiga-Leiterin Joanna Domian: „Sie sind durch ein Fenster im Turnraum eingestiegen, haben meine Bürotür komplett rausgebrochen und vier Digitalkameras geklaut. Für unsere 82 Kinder ist das natürlich schlimm. Sie mussten alle in eine Gruppe zusammengelegt werden, weil sämtliche Räume verwüstet waren und wir auf die Spurensicherung warteten.“

Auch Direktor Walter Heilmann von der Peter-Petersen-Grundschule ist sauer: „Die haben das Schulsekretariat und mein Büro auf den Kopf gestellt. Außerdem haben sie sechs Klassenräume aufgebrochen. Sie haben wohl Geld gesucht und keines gefunden, uns fehlt nichts.“

Im Gasthaus „Am Ritter“ ließen die Ganoven eine Armbanduhr und einen MP3-Player mitgehen. Erfolg hatten sie auch im Imbiss „Huusnummer 11“ in der Leuchterstraße. Genau 166,52 Euro aus der Kasse und zahlreiche Limonaden aus dem Kühlschrank fehlten am Morgen.

Ladenbesitzer Gerd Peters lässt von jetzt an nachts das Licht im Laden an, die leere Kasse auf und die Rollläden oben. Außerdem hängt jetzt ein Zettel an der Tür: „Einbrechen lohnt sich nicht. Kasse wird vollständig entleert.“ Wahrscheinlich handelte es sich um mehrere Täter, die als Gruppe ihren Verwüstungsfeldzug durchführten. So machen das die Ratten übrigens auch!

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