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Horror-Unfall an der KVB-Schranke: Unbekannter Fußgänger weiter in kritischem Zustand

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Eine Polizistin vom Verkehrsunfallaufnahmeteam macht Fotos vom Ort des Geschehens. Bis vor die Schranke war der Fußgänger zurückgeschleudert worden, wo er blutend liegen blieb.
Eine Polizistin vom Verkehrsunfallaufnahmeteam macht Fotos vom Ort des Geschehens. Bis vor die Schranke war der Fußgänger zurückgeschleudert worden, wo er blutend liegen blieb.
 Foto: Rust
Köln –  

Fassungslos stehen rund ein Dutzend Zeugen neben dem Bahnübergang, starren schockiert auf eine Blutlache auf dem Asphalt. Nur wenige Minuten zuvor ist hier ein Fußgänger (etwa 60) von der Straßenbahn der Linie 1 zu Boden geschleudert worden. Ärzte kämpfen im Klinikum Merheim um sein Leben.

Nach der Beweisaufnahme: Ein Feuerwehrmann reinigt die Unfallstelle mit einem Strahlrohr.
Nach der Beweisaufnahme: Ein Feuerwehrmann reinigt die Unfallstelle mit einem Strahlrohr.
 Foto: Rust

Warum hat ein Mensch es so eilig, dass er sämtliche Warnhinweise ignoriert und sich in tödliche Gefahr begibt? Diese Frage beschäftigt seit Montag die Kölner Polizei.

Montagvormittag, 11.10 Uhr: Die Ampel auf der Hohensyburgstraße an der KVB-Haltestelle Kalker Friedhof springt auf „Rot“, die Schranken schließen sich und Autofahrer und Fußgänger bleiben stehen. Da trifft ein Mann eine lebensgefährliche Entscheidung. Obwohl er davon ausgehen muss, dass sich jede Sekunde eine Straßenbahn nähern kann, versucht er, noch schnell die Gleise zu überqueren.

In diesem Moment kommt die Bahn der Linie 1 aus Richtung Innenstadt angerauscht. Wegen einer Lärmschutzwand sieht der Bahnfahrer (53) zu spät, dass ein Fußgänger Andreaskreuze und Schranken ignoriert und auf die Gleise tritt. Sofort leitet der 53-Jährige eine Notbremsung ein – zu spät.

Der Mann wird mit voller Wucht von der Straßenbahn am Kopf getroffen und zurück auf den Gehweg katapultiert. Mehrere Zeugen alarmieren die Polizei und Feuerwehr. Nur wenige Minuten später treffen erste Einsatzkräfte an der Unglücksstelle ein.

Der Notarzt erkennt sofort, dass der Fußgänger schwerste Kopfverletzungen und ein Polytrauma (mehrere Verletzungen in unterschiedlichen Körperregionen) erlitten hat und viel Blut verliert. Der Mann schwebt in akuter Lebensgefahr und wird sofort ins Klinikum Merheim gebracht. Der KVB-Fahrer erleidet einen Schock.

Währenddessen sichert das Verkehrsunfallaufnahmeteam die Spuren vor Ort. Die Bahn wird sogar zurück gesetzt, damit die Ermittler mit einer Videokamera die Fahrt auf ihren letzten Metern vor dem Zusammenstoß aus der Fahrerperspektive rekonstruieren kann.

Trotz Not-OP ist der Zustand des noch nicht identifizierten Fußgängers weiter kritisch.

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