Eine Hochzeit, die ist lustig – aber wehe, das Kölsch geht aus!
In einem Desaster endete die Hochzeitsfeier des Kölner Scheidungs(!)-Anwalts Klaus Wille, der auch als Rechtsexperte aus diversen TV-Sendungen bekannt ist. Schauplatz: die Gaststätte „Feilenhof“ in Porz. „Wir wurden rausgeworfen!“, schimpft Wille. „Zurecht!“ meint Wirt Hartmut Heinz – er hat den Anwalt sogar wegen Zechprellerei angezeigt. Aber der Reihe nach…
Keine Platzkarten, kein O-Saft zum Sektempfang– das bemängelt Klaus Wille, der mit Braut Annalisa Riggio (36), den Kindern Elisa (2) und Maia (6 Monate) und 90 Gästen im Feilenhof feierte. „Um 0.45 Uhr wurde uns dann gesagt, es gäbe kein Bier mehr.“
Als ein verärgerter Gast daraufhin den Inhaber als „Vogel“ bezeichnete, setzte der die Gesellschaft vor die Tür. „Bei uns muss sich niemand anpöbeln lassen“, so Hartmut Heinz, „uns wurde sogar Prügel angedroht!“ „Völliger Unsinn“, kontert Wille. Laut Wirt wäre sowieso um 1 Uhr mit der Feier Schluss gewesen.
Nach dem Eklat bestand Hartmut Heinz auf Restzahlung von 3.942 Euro. Anbezahlt waren bereits 6.400 Euro. „Es war ausgemacht, dass er direkt bezahlt“, sagt Heinz. „Dass ich nach einer solchen Aktion und den anderen Mängeln noch mal über den Gesamtbetrag nachdenken muss, ist wohl verständlich“, entgegnet Wille, „er hat sogar Säuglinge als Gäste angerechnet.“
Heinz blieb hartnäckig, rief nach dem Abgang der Gesellschaft noch zweimal in Willes Hotel an. „In der Hochzeitsnacht, das muss man sich mal vorstellen!“, sagt der Jurist. Zwei Tage später flatterte bereits eine Mahnung beim Anwalt ein. Kurz darauf die Anzeige wegen Zechprellerei.
Der Bräutigam sagt: „Ich bin noch bemüht, jedem Streit aus dem Weg zu gehen und eine Lösung zu finden. Denn hier geht's immerhin um meine Hochzeit.“ Er hat dem Feilenhof ein Angebot gemacht – 1.300 Euro möchte Wille noch bezahlen, mehr nicht.
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