Köln
Alle Nachrichten aus Köln und Umland - News, Nachtleben, Prominente, Skandale.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Highspeed-Aufzug: Der irre Plan für den Colonius

Von
Der Colonius: 266 Meter hoch, Aussichtsplattform und Restaurant auf 166 Meter Höhe
Der Colonius: 266 Meter hoch, Aussichtsplattform und Restaurant auf 166 Meter Höhe
Foto: Zik
Köln –  

Neues Leben für den Colonius? EXPRESS-Informationen zufolge verhandelt der Aufzughersteller Thyssen-Krupp mit der Deutschen Funkturmgesellschaft als Eigentümerin des Colonius über eine Nutzung des Fernsehturms! Ziel: Büros für 50 Mitarbeiter, ein ultramoderner Highspeed-Aufzug, den man arabischen Scheichs präsentieren will – und ein Restaurant in 166 Meter Höhe.

Ein Sprecher von Thyssen-Krupp bestätigt die Verhandlungen, will aber zum Stand der Gespräche nichts sagen. Die Stadt sei vorab eingebunden worden, bestätigt Karl-Heinz Merfeld als Chef des Amtes für Wirtschaftsförderung dem EXPRESS. „Es mussten die Bauaufsicht und die Feuerwehr gefragt werden, ob sie dem Projekt überhaupt zustimmen können“, so der Amtsleiter. „Sie haben grünes Licht gegeben.“

Und darum geht es: „Der Aufzughersteller sucht einen Turm, in dem die neueste und vor allem schnellste Aufzugtechnik präsentiert werden kann“, sagt Merfeld. Das ist besonders für arabische Scheichs interessant, die derzeit einen Wolkenkratzer nach dem anderen bauen. Der 266 Meter hohe Colonius mit Plattform auf 166 Meter Höhe lag nahe. Thyssen-Krupp würde 50 Mitarbeiter nach Köln schicken. Dazu wollte der Unternehmenssprecher nichts sagen.

EXPRESS erfuhr, dass die Aufzugkabine nur als ganzes eingebaut werden könnte – dafür müsste der Turm unten aufgeschnitten werden, um sie hereintransportieren zu können. Die Gesamtkosten inklusive Brandschutzsanierung liegen im zweistelligen Millionenbereich – mit dem Restaurant soll ein Teil der Kosten reingeholt werden.

Meinung: Was haltet Ihr von den Plänen? Mitdiskutieren auf www.express.de/facebook!

Liste der Flop-Pläne so lang wie der Turm

Die Liste der gescheiterten Pläne für den Colonius ist fast so lang wie der Turm selbst.

1981 wurde der Riese fertiggestellt, die Gastronomie an der Spitze wurde zum Besuchermagnet. Aber nur kurz. 1992 schloss das Restaurant – zu wenig Besucher. Zwischenzeitlich zog eine Disco ein – ebenfalls erfolglos.

Nach Jahren des Leerstandes wurden immer wieder Pläne verkündet. Etwa 2001 – der Colonius als „Ort für exklusive Veranstaltungen“. Der Investor sprang ab. Ebenso der für ein angepriesenes „Gründungszentrum für Internet-Unternehmen“. 2006 bewarb sich Köln um eine Spielbank-Lizenz. Die Stadt prüfte Standorte – auch den Colonius. Die Casino-Pläne scheiterten. Immer wieder gab es Spekulationen um eine Nutzung.

Doch Fakt ist: Der Turm diente in den letzten Jahren nur als Übungsort für Höhenretter.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Köln
Der Messerstecher (27) wird von zwei Polizeibeamten aus dem Hauptbahnhof geführt.
Kölner Hauptbahnhof
Mord im Pizza Hut! Gast stach mit Klappmesser zu

Bluttat im Hauptbahnhof: Am Freitagnachmittag ist ein Pizza-Hut-Mitarbeiter (27) von einem gleichaltrigen Gast erstochen worden!

In einem Spurensicherungsanzug und mit eingewickelten Händen wird der Verdächtige abgeführt. So sollen keine Spuren verloren gehen.
Bluttat im Kölner Hauptbahnhof
Mann (27) in Pizzeria erstochen – Verdächtiger (27) festgenommen

Gegen 15.20 Uhr war ein Gast mit einem Angestellten in Streit geraten. Plötzlich zückte der 27-Jährige ein Messer und stach auf den ebenfalls 27 Jahre alten Mitarbeiter des Schnellrestaurants ein.

Die Polizei warnt: Vorsicht, wenn Fremde an der Tür klingeln und in die Wohnung wollen.
Schon mehr als 30 Fälle
Polizei warnt vor falschen Unitymedia-Mitarbeitern

Ihre Masche ist nicht neu, aber ihr Vorgehen ist offenbar hochprofessionell. Vermeintliche Unitymedia-Mitarbeiter sind seit Mitte September auf Beutezug in Köln, Bonn und Siegburg.

Anzeigen




Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute:
FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
Kölner Verkehrs-Betriebe
Köln-Galerien
Veedel und Regionen
EXPRESS E-Book Mordakte Rheinland
Ausbildung und Beruf
News aus Köln
Alle Videos