Köln
Alle Nachrichten aus Köln und Umland - News, Nachtleben, Prominente, Skandale.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Geld falsch eingesetzt : "Arsch huh" gegen die Archäologische Zone

Von
Die Archäologische Zone soll laut Arsch-huh-Mitgliedern nicht ausgebaut werden.
Die Archäologische Zone soll laut Arsch-huh-Mitgliedern nicht ausgebaut werden.
Foto: Alexander Schwaiger
Köln –  

Sie sind keine Partei. Aber das deutliche Votum von 80 000 Demonstranten an der Deutzer Werft am 9. November hat die „Arsch huh AG“ als Signal empfunden, sich politisch stärker einzumischen. Das geschieht jetzt ...

"Wir fordern eine deutliche Umverteilung der Gelder in der Stadt für mehr soziale Zwecke“, so Organisator Karl-Heinz Pütz nach der Mitgliederversammlung. Unmut rufen vor allem die geplanten Kürzungen im sozialen Bereich hervor, die kürzlich in den Haushalt eingebracht worden sind.

Pütz: „Wir haben so viele alte Steine und Trümmer in der Stadt. Warum muss jetzt auch noch die Archäologische Zone vorangetrieben werden? Man sollte woanders Prioritäten setzen.“

Viele Lobbyistengruppen in der Stadt sollten hinterfragen, ob ihr Projekt wirklich dringlich ist. „Man kann die Zone auch 15 Jahre später errichten“, so Pütz. Und weiter: „Vom Vorwurf des Antisemitismus sind wir weit entfernt. Und deshalb muss man sich fragen, ob wir ein jüdisches Museum überhaupt brauchen.“

Organisator Karl-Heinz Pütz
Organisator Karl-Heinz Pütz
Foto: Alexander Schwaiger

Die Baukosten von 58 Millionen Euro seien deshalb nicht nötig, weil das NS-Dokumentationszentrum die Verbrechen der Nazis am das jüdischen Volk sehr gut aufarbeite.

Auch das Thema Verkehr haben die Arsch-huh-Mitglieder in den Fokus genommen: „Es kann nicht sein, dass in Schulen im Winter die Heizung um zwei Grad gedrosselt wird, während teure Machbarkeitsstudien für den Verkehr in Auftrag gegeben werden“, findet die AG.

Kulturdezernent Georg Quander äußerte Verständnis für die Anliegen von Arsch huh. „Das ist nachvollziehbar. Aber es gibt Ratsbeschlüsse, an die man sich halten muss.“

Oberbürgermeister Jürgen Roters will am Ausbau der Archäologischen Zone festhalten. „Das ist eine einmalige historische Chance“, sagt Roters.

Damit die Arsch-huh-Forderungen nicht verhallen, wollen die Mitglieder nach Karneval eine Veranstaltung organisieren. Karl-Heinz Pütz: „Politiker und Bürger sollen gemeinsam diskutieren, ob man nicht mehr Geld für den sozialen Bereich bereitstellen und woanders einsparen kann.“

Weitere Meldungen aus dem Bereich Köln
Angela Merkel steigt aus ihrem Dienstwagen und betritt die Welt der Schattenmänner.
Kanzlerin in Köln
Agent Angie bei den kölschen Schlapphüten

Angela Merkel besucht den Verfassungsschutz. In Chorweiler informiert sie sich über den neusten Stand.

Die Polizei und Zeugen am Tatort, der Vietorstraße in Kalk.
Opfer mit Schädelbruch
Kalk: Mann lag in einer Blutlache

Der Inhaber eines Ladens entdeckte den Verletzten: Er lag mit eingeschlagenem Schädel in einer Blutlache. Die Polizei untersucht.

Lena Terlutter verrät für den EXPRESS ihre Mode-Tipps für den Herbst/Winter.
Buchtipp: „Cologne’s got Style“
Stylistin & Autorin Lena Terlutter: „Köln hat definitiv Style - und was für einen!“

London ist eine, Paris auch, und New York sowieso. Die Rede ist von einer „Modestadt“. Aber was ist mit Köln? Lena Terlutter ist nicht nur Mode-Expertin aus Köln, sie hat jetzt auch den ersten Fashion-Ratgeber „Cologne’s got Style“ über die Rheinmetropole herausgebracht.

Anzeigen




Umfrage

Sie singt, sie tanzt, sie polarisiert: Was sagt Ihr zu Helene Fischer?

Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute:
FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
KVB
Köln-Galerien
Unser Veedel
EXPRESS E-Book Mordakte Rheinland
Ausbildung und Beruf
News aus Köln
Alle Videos