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Geheime Bomben-Bauanleitung: Stick aus der Südstadt: Ein Fall für die Cyber-Profis vom LKA!

Der USB-Stick aus der Volksgartenstraße ist verrostet und defekt. Jetzt kommt er zum LKA.

Der USB-Stick aus der Volksgartenstraße ist verrostet und defekt. Jetzt kommt er zum LKA.

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Carsten Rust

Köln/Düsseldorf -

Der vom EXPRESS entdeckte Bomben-Stick aus der Südstadt: Die Kölner Polizei kann ihn nicht auslesen. Er ist zu verrostet, und ein Kontakt ist beschädigt. Da können nur die Spezialisten vom „Cybercrime-Kompetenzzentrum“ des LKA Düsseldorf helfen.

Doch was sind das für IT-Experten beim Landeskriminalamt? Insgesamt hundert Mitarbeiter hat dieses Zentrum, von denen 13 ausschließlich mit der Wiederherstellung und dem Auslesen von defekten oder gelöschten Datenträgern befasst sind.

Jetzt auch mit dem USB-Stick, auf dem Anleitungen zum Bombenbau und zur Drogenherstellung gespeichert waren (EXPRESS berichtete). „Meine Mitarbeiter sind zur Hälfte Polizeibeamte und zur anderen Hälfte Ingenieure aus dem Informatik- und Elektrotechnikbereich“, sagt ihr Sachgebietsleiter Dietmar Scheffler (55).

Wenn Datenträger verbrannt, kaputt oder komplett verwittert sind, werden sie beim LKA zerlegt. „Wir gehen dann direkt an den Chip und ziehen alle verfügbaren Daten runter. Das geht bei Handys, Computern, Navis und allen gängigen Speichermedien“, so Scheffler.

Rund 350 solcher Anfragen gehen jährlich bei ihm ein. Sind die Daten erfolgreich wiederhergestellt oder ausgelesen, werden sie an die zuständige Polizeidienststelle übergeben, und die Ermittlungen der örtlichen Beamten können weitergehen.

Die LKA-Experten sind oft die letzte Hoffnung für die Polizei – so auch im Fall des Kölner Bomben-Sticks auf der Volksgartenstraße.