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Ganz Köln trauert: Bekommt Lea Sophie ein Armengrab?

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Tat nichts, um ihre Tochter zu retten: Franziska M. mit Lea Sophie vor einigen Monaten.
Tat nichts, um ihre Tochter zu retten: Franziska M. mit Lea Sophie vor einigen Monaten.
Foto: Repro: Jocham
Köln –  

Gebete, Tränen, Entsetzen. Ganz Köln trauert um die kleine Lea Sophie (†2). Am Sonntag zündeten Hunderte Menschen im Gedenken Kerzen an, legten Blumen und Teddys am Domportal nieder.

Die Wut, die Fassungslosigkeit kennen keine Grenzen.

Für Oliver V. (32) waren es die schlimmsten Stunden seines Lebens. Denn er ist der Mann, der in den vergangenen zwei Jahren für Lea Sophie wie ein Vater war, bis er sich vor zwei Monaten von der Mutter trennte. Der neue Freund Patrick L. – er ist der brutale Babyschläger.

Doch im Internet auf Facebook wurde zunächst Oliver V. für den Täter gehalten und übel beschimpft. „Ich fühlte mich beschissen und musste mich wehren. Es war schon perfide, für den Mörder der Kleinen gehalten zu werden“, so V. zum EXPRESS.

Ihm bleiben nur Fotos und Erinnerungen an Lea Sophie beim Baden am Fühlinger See, beim Spielen im Garten oder Kuscheln auf dem Sofa. Mutter Franziska M. und Patrick L. kamen inzwischen ins Gefängnis. Beide sitzen in Einzelhaft und werden überwacht – wegen Selbstmordgefahr.

Derweil wünschen sich immer mehr Trauernde, dass Lea Sophie eine würdige Beerdigung mit einem Grabstein erhält.

Denn: Sollte der leibliche Vater auffindbar, aber nicht leistungsfähig sein, müsste die Stadt Lea Sophie in einem Armengrab beisetzen.

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