Fritz Schramma hatte am Dienstag noch einmal einen großen Auftritt im Historischen Rathaus. Kein geringerer als der berühmte Künstler Gerhard Richter porträtierte den Alt-OB, der sich jetzt zwischen den Gemälden der anderen ehemaligen Oberhäuptern der Stadt einreiht.
Der „Picasso des 21. Jahrhunderts“ hatte seinen Pinsel stecken gelassen und zur Kamera gegriffen. „Das ist für mich die einzige zeitgemäße Form eines Portaits“, erklärte der Künstler.
Das Bild wirkt unkonventionell, kein Mosaik-Schramma, kein Alt-OB in Wischtechnik. Nur Schramma pur.
Richter dazu: „Ach, die ewigen Provokationen, das ist doch langweilig.“ Schramma fühlt sich gut getroffen: „Ich bin stolz und sehr zufrieden mit dem Portrait.“
Dem „lieben Fritz“, so Hausherr OB Jürgen Roters, sei ein Riesen-Coup gelungen.
Entstanden ist das Foto bereits am 14. Oktober 2009 vor dem Eingang des Hansasaals im Rathaus, „Kölns guter Stube“, so Schramma.
Auch seine Ehefrau Ulla hat Gefallen an dem Foto gefunden: „Ich habe es unter vielen Motiven in Richters Atelier hängen sehen und direkt gesagt: Das ist mein Mann. Da erkenne ich meinen Mann wieder.“
Zuhause schaue Fritz allerdings nicht so ernst, verriet sie. „Auf dem Foto sind die Sorgen in seinem Blick zu sehen, die ihn nach dem Archiv-Einsturz beschäftigten.“ Auf die Frage, ob Richter nun weitere Politiker porträtieren würde, antwortete er erschrocken: „Ohhhh, neee!“
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