Empfehlen | Drucken | Kontakt08.02.2010 - 21:13 Uhr

Erschreckend: Fahranfänger rasen sich tot!

Von DIMITRI SOIBEL und PETER KÄSMACHER
Weitere Einzelheiten aus der vorgestellten Unfall-Statistik der Kölner Polizei.
Weitere Einzelheiten aus der vorgestellten Unfall-Statistik der Kölner Polizei.
Köln –  

Diese Zahl ist erschreckend. An jedem dritten tödlichen Verkehrsunfall war 2009 ein Fahranfänger beteiligt.

Obwohl die Zahl der Verkehrsunfälle im letzten Jahr um 4,56 Prozent gesunken ist, waren an zwölf der 36 tödlichen Unfälle junge Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren beteiligt. Eine gefährliche Entwicklung sowohl in Köln als auch im Rhein-Erft-Kreis, wo es erst am Wochenende zu einem schrecklichen Unfall mit der Beteiligung eines 19-Jährigen kam.

Bei einem gefährlichen Überholmanöver prallte er frontal mit einem entgegenkommenden Ford Mondeo zusammen (EXPRESS berichtete). Der Unfallfahrer selbst und ein zweijähriges Kind starben.

„Schuld an den meisten Unfällen ist überhöhte Geschwindigkeit“ so Helmut Simon , Leiter der Direktion Verkehr der Polizei Köln. „In der insgesamt positiven Entwicklung bereiten uns diese Zahlen noch Sorgen. Die Gesamtzahl der Unfälle, die aufgrund der überhöhten Geschwindigkeit verursacht wurden, ist um 8,9 Prozent gestiegen.“

Fahranfänger rasen sich tot!
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Hinter diesen nackten Zahlen verbargen sich jedes Mal schreckliche Tragödien. So war es auch jugendlicher Leichtsinn, der zu einem tödlichen Unfall in der Nacht zum 25. April 2009 auf der Brühler Landstraße geführt hatte. Hier fuhr ein 18-Jähriger zu schnell und trug dazu keinen Gurt. Er verlor die Kontrolle über seinen Wagen, als ein Auto von einem Parkplatz auf die Straße einbog. Der 18-Jährige wurde aus dem Auto herausgeschleudert und war auf der Stelle tot. Der 21-jährige Beifahrer wurde schwer verletzt.

Um solche Unfälle in der Zukunft zu verhindern, plant die Polizei in diesem Jahr eine umfassende Informationskampagne. „Wir wollen die Menschen mit den schockierenden Einzelheiten von den Unfällen zum Nachdenken bringen“, so Simon.

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