Wenn eine feuchtfröhliche Weihnachtsfeier aus dem Ruder läuft, ist der Seitensprung nicht weit. Passiert ist das einer Friseurin (35) im Dezember 2009 im Deutzer Hyatt Hotel. Sie verschwand mit einem Kunden im Zimmer. Doch als am nächsten Morgen der Lebensgefährte auf der Matte stand, da zeigte sie ihren Liebhaber als Vergewaltiger an.
B. behauptete, auf dem Fest mit K.-o.-Tropfen gefügig gemacht worden zu sein. Ein Unbekannter hätte ihr ein Glas Wein mit dem Betäubungsmittel gereicht. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren gegen den „Sex-Täter“ ein. Beim Prozess konnte ihm aber keine Schuld nachgewiesen werden.
Wegen falscher Verdächtigung musste sich Andrea B. (Name geändert) deshalb Montag vor dem Kölner Amtsgericht verantworten. „Sie wollte davon Ablenken, eine Affäre gehabt zu haben“, heißt es in der Anklage. Doch die Richterin zeigte sich gnädig. Weil B. nicht vorbestraft war, stellte sie das Verfahren ein.
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