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Er schrie den Messerstecher an: Martin Bachmann rettete Henriette Reker das Leben

Martin Bachmann ist ein Held – er rettete durch sein mutiges Eingreifen Menschenleben.

Martin Bachmann ist ein Held – er rettete durch sein mutiges Eingreifen Menschenleben.

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Thomas Banneyer

Köln -

Er ist Taxiunternehmer, bei den Grünen aktiv, kurdischer Abstammung und bezeichnet sich als „kurdische kölsche Jung“ – und er ist ein Held: Martin Bachmann (54) rettete durch sein beherztes Eingreifen der OB-Kandidatin Henriette Reker (58, parteilos) und vier weiteren Personen das Leben. Dem EXPRESS erzählte er die ganze Geschichte.

Es ist kurz vor neun Uhr am Samstagmorgen. Henriette Reker betritt das Gelände des Wochenmarkts an der Aachener Straße in Braunsfeld. Sie spricht mit Wahlkämpfern, unterhält sich mit Bürgern und schenkt ihnen Rosen.

Um kurz nach neun Uhr tritt Frank S. (44) auf Reker zu und fragt, ob er auch eine Rose haben könne. „Natürlich“, sagt Reker und zückt eine Rose, als S. ein langes Militärmesser zieht – und es Reker in den Hals rammt.

„Ich hörte Schreie, drehte mich um und sah diesen Mann mit einem langen Messer zustechen“, erzählt Bachmann. „Als er zusätzlich ein Klappmesser rausholte, habe ich mir die Beachflag geschnappt und bin auf ihn losgegangen. Ich habe zugeschlagen und geschrien »Warum willst Du töten?« – da hat er das Messer fallen lassen. Das lange hatte er in ein Gebüsch geworfen.“

Insgesamt gab es durch die Messer-Attacke fünf Verletzte. Bachmann verhinderte durch sein mutiges Handeln Schlimmeres – er rettete Rekers Leben, ihr galt das Attentat. In dem Moment, als Bachmann zuschlug, muss der Attentäter in eine Art Schockstarre gefallen sein.

„Er stand einfach da. Er war wie paralysiert“, berichtet Bachmann. „Ich habe ihn dann nochmal gefragt: »Warum willst Du töten?« Er sagte: »Weil sie unser Land verraten hat«.“

Ein Bundespolizist, der privat dort war, hat Attentäter Frank S. festgenommen, er leistete keinen Widerstand. Bachmann kümmerte sich um die OB-Kandidatin, die schwer blutend am Boden lag. „Ich legte ihr meinen Arm unter den Kopf und habe meine Jacke über sie gebreitet, damit sie nicht friert.“ Ein Notarzt brachte Reker in die Uniklinik.

Martin Bachmann ist fassungslos: „Ich bin wegen Demokratie und Freiheit nach Deutschland gekommen und engagiere mich, um diese Werte zu verteidigen. Ich kann nicht fassen, dass es hier bei uns Leute gibt, für die diese Werte nichts zählen. Wir müssen wachsam sein.“

Ein wahrer Held!

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