Seinem Sohn wurde unfassbares Leid angetan. Auf einem Sportplatz wurde Manuel (12) von mehreren Jugendlichen gequält. „Geschieht dir doch recht!“, soll sein Vater gerufen haben, statt dem Jungen zu helfen.
Gerd L. (56, alle Namen geändert), der Horror-Vater von Köln – am Mittwoch stand er vor Gericht.
Diesen Tag im Sommer wird Manuel nie wieder vergessen. Jugendliche, darunter sein eigener Bruder, fesselten den Jungen auf der Sportanlage an einen Baum. Sie zogen ihm die Hose runter – und ließen einen Hund los.
„Der Vater war in der Nähe, hörte die Schreie, sagte aber nur, dass sein Sohn das verdient habe“, so die Staatsanwältin bei der Anklageverlesung.
Als ein Mitschüler seiner Lehrerin berichtete, Manuel sei „von einem Hund vergewaltigt worden“, kam alles raus.
Gerd L. wurde wegen Verletzung der Fürsorgepflicht zu acht Monaten Knast auf Bewährung verurteilt. Auch, weil er ein Verhältnis seiner Tochter (13) zu einem 38-Jährigen tolerierte. Auch die Mutter (41) stand deshalb vor Gericht. Sie wurde verwarnt.
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