Köln
Alle Nachrichten aus Köln und Umland - News, Nachtleben, Prominente, Skandale.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Ein kölsches Hätz : Klösterchen-Hebamme setzt sich in Ghana ein

Von
Für Sonja Ligget gibt es immer was zu tun. Die Kölner Hebamme setzt sich für Hilfsprojekte in Ghana ein.
Für Sonja Ligget gibt es immer was zu tun. Die Kölner Hebamme setzt sich für Hilfsprojekte in Ghana ein.
Foto: privat
Köln –  

Hier Wohlstand und Top-Versorgung, dort Elend und Armut. Hier die Sicherheit und Geborgenheit im Kreißsaal des Severinsklösterchens, dort eine Buschhütte nahe Accra ohne Arzt und Geräte.

Eine Frau – zwei Welten. Köln und Ghana – die Pole der Hebamme Sonja Ligget. Mit ihrer Leidenschaft setzte die 36-Jährige eine Welle der Hilfsbereitschaft in Gang, die auch nach einer großen Hilfscontainer-Lieferung nicht mehr abebbt.

Medizinische Geräte zur Geburtsvorbereitung, Sterilisatoren, Schreib- und Nähmaschinen, Bücher und Buntstifte für Schulkinder und vieles mehr waren in rund 200 Kisten verpackt, die Sonja bis ins 5.000 Kilometer entfernte Dorf Have verschiffen ließ. „Für mich war das eine Riesenaktion“, strahlt sie. „Und ich hätte nie gedacht, dass das alles so gut klappt. Die Menschen waren überglücklich und waren für die Sachen unendlich dankbar.“

Keine Rast, keine Ruhe – jetzt sammelt die Powerfrau wieder Geld, dieses Mal für einen ausgedienten Krankenwagen, der ebenfalls per Container nach Ghana verschifft werden könnte. „Den haben sich die Menschen in Ghana gewünscht. RTL ließ mir im Rahmen ihres Spendenmarathons über 2.000 Euro Startgeld zukommen. Aber auch viele Privatleute haben großes Interesse, uns zu unterstützen.“

Diverse TV-Dokumentationen und Interviews pflastern nun den ohnehin schon stressigen Alltag als Hebamme, Ehefrau und zweifache Mutter. Reiseanbieter haben Hebammen als Zielgruppe für Ghana entdeckt. Zusätzlich wird Sonja nun zu Vorträgen eingeladen, etwa bei mehreren Hebammenschulen in NRW: „Kürzlich sprach ich an der Erzbischöflichen Ursulinenschule Hersel in der Reihe «Starke Frauen»“.

Auch in Afrika gibt es weitere Anliegen: „Der Ältestenrat hat mich zum «senior nursing officer» ernannt und wünscht sich, dass ich ein Haus baue, damit alle meine Freunde dort wohnen können, wenn sie zu Besuch kommen!“ Es gibt also noch viel zu tun, in Ghana.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Köln
Beamte vernehmen einen der Baumfäller.
Polizei ermittelt
Von Baum getroffen: Rentner in Lebensgefahr

Blutgetränkte Arbeitskleidung, Decken, der durchgesägte Stamm einer Birke: An dieser Stelle ist ein Rentner beinahe vom Baum erschlagen worden.

Bei dem Nagelbomben-Anschlag in der Keupstraße waren 22 Menschen verletzt worden.
NSU-Prozess
Nagelbomben-Anschlag in Keupstraße: Weitere Bombe befürchtet

Eine Zeugin sagte am Mittwoch aus, die Polizei hätte ihr gesagt, es gebe „eine Mitteilung, wonach eine zweite Bombe explodieren könnte“.

In der Diskussion: der Gewinner-Entwurf des Charlie-Hebdo-Wagens
Kölnische KG fährt drauf
Polizeischutz für den Charlie-Hebdo-Wagen

Noch 20 Tage bis Rosenmontag. Im Mittelpunkt: Der „Charlie Hebdo“-Wagen, der sich mit dem Terror-Anschlag von Paris und den muslimischen Extremisten befasst. Der wird mit starkem Polizeischutz unterwegs sein.

Anzeige

Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute:

FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
Kölner Verkehrs-Betriebe
Köln-Galerien
Veedel und Regionen
EXPRESS E-Book Mordakte Rheinland

Lernen Sie in der KVB-Kundenzeitung neue Mobilitätskonzepte für Köln kennen.

Ausbildung und Beruf
Aktuelle Videos