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Riesen-Razzia in Köln! Neun Festnahmen! : Um IS-Schergen zu unterstützen, raubten die Männer Kirchen und Schulen aus

240 Polizisten waren bei der Razzia im Einsatz.

240 Polizisten waren bei der Razzia im Einsatz.

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dpa (Symbolbild)

Köln -

Riesen-Razzia gegen Dschihadisten-Netzwerk in Köln und Umgebung! 240 Polizisten waren im Einsatz.

Dabei hat die Kölner Polizei am Mittwochmorgen neun Haftbefehle vollstreckt.

Bei den Festgenommenen handelt es sich fast ausschließlich um deutsche Staatsangehörige, darunter Mustapha A. (25), Kais B. O. (31), Lazhar B. O. (22), Sofien B. O. (25), Omar B. O. (35), Anoaur J. (25), Ali Ö. (25) und den 29-jährigen Usman A..

Der Verdacht: Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat (§ 89a Abs. 1 Nr. 4 StGB) an ihren Wohnorten in Köln, Siegen, Bergisch-Gladbach, Kreuztal und Netphen. Zudem wurden ihre Wohnungen nach Beweismitteln durchsucht.

„Die Festnahmen und Durchsuchungen beweisen, dass die Sicherheitsbehörden wachsam sind und sämtliche rechtliche Möglichkeiten zur Bekämpfung extremistischer Salafisten nutzen“, sagte Innenminister Ralf Jäger am Dienstag in Düsseldorf. „Polizei und Verfassungsschutz gehen entschlossen gegen diese gefährliche Szene vor. Die Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes arbeiten bei der Bekämpfung des gewaltbereiten Salafismus Hand in Hand“, betonte Jäger.

Einbrüche in Kirchen und Schulen

Die Festgenommenen sind seit Mai 2013 dringend verdächtig. Sie sollen in Kirchen und Schulen eingebrochen sein. Ihre Beute nutzten sie zur Finanzierung von Dschihad-Kämpfern in Syrien und zur Finanzierung der Ausreise von islamistischen Kämpfern.

Außerdem wurden Räume von 20 weiteren radikalen Salafisten wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat (§ 89a Abs. 1 Nr. 4 StGB) durchsucht.

Pässe und Bargeld beschafft

Sie stehen im Verdacht, sich an den Straftaten der Festgenommenen beteiligt zu haben. Außerdem sollen sie gefälschte Pässe für ausreisewillige Personen beschafft und/oder Bargeld und Sachleistungen zur Unterstützung des bewaffneten Dschihads nach Syrien gebracht haben.

Zwei Männer unterstützten IS

Auch der Generalbundesanwalt ging zeitlich gegen einen Teil dieser Täter vor. So wird dem Beschuldigten Kais B. O. und einem weiteren Beschuldigten vorgeworfen, die ausländischen terroristischen Vereinigungen "Islamischer Staat im Irak und Großsyrien" (IS), "Ahrar al-Sham" und "Junud al-Sham" unterstützt zu haben.

Sie sollen in Deutschland um Mitglieder für den IS geworben haben. Diesbezüglich ist Kais B. O. mit einem weiteren Haftbefehl auch durch den Generalbundesanwalt in Karlsruhe festgenommen worden.

Sieben der festgenommenen Beschuldigten werden am Mittwoch in Köln dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Er wird über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden.

Kais B.O. wird durch den Generalbundesanwalt dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof zugeführt. Mit den weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen ist das Polizeipräsidium Köln beauftragt.

(mto)