Erfolg für die Kölner Polizei: Nach ausgiebigen Ermittlungen konnten jetzt vier Top-Gangster der Stadt verhaftet werden.
Während bei drei der Männer (unter ihnen auch Rotlichtpate Bülent B.) bereits am Mittwoch die Handschellen klickten, stellte sich ein vierter Tatverdächtiger Donnerstag in Begleitung seines Anwalts auf der Kriminalwache.
Der deutsch/türkischen Tätergruppe wird der Schmuggel und illegale Handel mit Dopingmitteln vorgeworfen. Die Gang soll europaweit den Schwarzmarkt mit illegalen Arzneien versorgt haben. Einer der Männer (27) bezeichnet sich selbst als „größten Anabolikahändler Deutschlands“.
Aber auch Drogenhandel (Bülent B. soll fast 50 Kilo Marihuana geschmuggelt haben) und räuberische Erpressung wird den Männern vorgeworfen.
Bei ihren krummen Dingern gingen die Mitglieder der Gang (bis zu 20 Tatverdächtige standen im Blickpunkt der Ermittlungen) hochprofessionell vor. Zur Verschleierung der Bezugs- und Vertriebswege gründeten sie Firmen im In- und Ausland. Zur Scheinlegalisierung des Pharmahandels fälschten sie die erforderlichen Dokumente.
Ihre Identität versuchten sie durch die missbräuchliche Nutzung real existierender Namen zu verbergen. So ausgerüstet, kauften sie bei Herstellern und Großhändlern in Spanien die Mittel ein.
Dabei handelte es sich im Wesentlichen um ein Fertigarzneimittel mit dem Inhaltsstoff „Stanozolol“, dass in Deutschland der Verschreibungspflicht unterliegt und nach dem Arzneimittelgesetz zu den Dopingmitteln zählt.
Bei der jetzigen Großrazzia wurden elf Wohnungen in Köln, Düsseldorf und weiteren Städten durchsucht. Dabei trat etliches Beweismaterial zutage: Unterlagen über die Vertriebswege, aber auch weitere Arzneimittel, wie 1.000 Einheiten eines für den indischen Markt bestimmten Potenzmittels.
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