Empfehlen | Drucken | Kontakt06.09.2010 - 15:40 Uhr

Stau-Wahnsinn in Köln: Die tägliche Wut der Autofahrer

Foto: Zik
Köln –  

Zehntausende Autofahrer fluchen, wenn sie Tag für Tag in Köln im Stau stehen. Das ständige Warten vor roten Ampeln ist dabei der Stressfaktor Nummer eins.

Bus und Bahn haben absoluten Vorrang, während sich immer längere Autoschlangen bilden.

Für den ADAC steht fest: Köln ist die autofeindlichste Stadt Deutschlands!

Eigentlich müsste die Stadt alles gegen den Stau-Wahnsinn unternehmen. Doch die Verwaltung räumt ein, dass die Staus auch noch Methode haben.

Es sei politisch gewollt, den Autofahrer so zum Umsteigen in die Bahn zu bringen. Damit die Autos problemloser durch die Stadt rollen, wird kaum investiert.

Fast die Hälfte der 1000 Ampelanlagen ist veraltet und nicht mal an Mess-Systeme oder Verkehrsrechner angeschlossen. Das regt auch die EXPRESS-Leser auf! Lesen Sie mal, wie sie ihrem Wut Luft machen:

Leser zum Stau-Wahnsinn
Stau-Stadt Köln

Ist die Stadt noch bei Sinnen? Nach dem Desaster mit der U-Bahn und dem Kasperle-Theater um das Opernquartier will man der Stadt offensichtlich ein neues Image geben. Man könnte ja damit werben: Stau-Stadt Köln. Hat doch was.
Alfred Dahmen, Köln

Ideologen am Werk

Ideologen nehmen auf nichts Rücksicht. Hauptsache, ihre Überzeugungen werden durchgedrückt. Staus, Abgasbelastung, sinnlos verschwendete Zeit: alles egal.
Dr. Frank Weiland per Mail

Zumutung für Umwelt

Es ist eine absolute Zumutung für die Umwelt, wenn eine Autoschlange an jeder Ampel ewig warten muss.
Danielle Heinen per Mail

KVB bereits überlastet

Ein funktionsfähiges Gesamtverkehrskonzept ist nicht erkennbar. Den Autofahrer mit einzelnen Maßnahmen auf die KVB zu zwingen, ist zum Scheitern verurteilt, da die KVB weitgehend im morgendlichen und Feierabendverkehr an ihre Grenze stößt.
Detlef Hagenbruch, Köln

Fahren ist purer Stress

Ich bin Taxifahrerin in Köln, und es ist oft nicht nur eine Zumutung, in unserer Stadt zu fahren, sondern purer Stress. Dauerrote Ampeln und Baustellen machen das Fahren zur Hölle. Für zwei Kilometer braucht man oft über 20 Minuten.
Eva Christina Nohr

Eine Unverschämtheit

Als Autofahrer empfinde ich es jedes Mal als Unverschämtheit, wenn ich drei Bahnen lang bei Rot vor einer Ampel stehe.
Wolfgang Backes, Köln

Wir sind in Absurdistan

Köln ist verkehrstechnisch gesehen Absurdistan. Dabei gibt es schon in vielen Ländern, sogar in Südamerika, intelligent geschaltete Ampeln.
Werner Wolf per Mail

Meide zukünftig die City

Spritsteuer, Kfz-Steuer, Parkgebühren – wir sollen immer mehr bezahlen. Aber das Auto stehen lassen und uns in der KVB dann anpöbeln lassen? Nein danke. Ich fahre nicht mehr in die Kölner Innenstadt.
Leo Giersiefer, Köln-Nippes

Handwerker

Man stelle sich Handwerker vor, die demnächst mit dem gesamten Krempel – Leiter, Maschinen, Werkzeuge – mit der Bahn fahren.
Walter Brunner per Mail

Spritvergeudung

Alles, was geniale Ingenieure als Grüne Welle entwickelt haben, wird in Köln auf den Kopf gestellt. Die Folge: Zeitverlust, Spritvergeudung und riesige Umweltbelastung.
Ingolf R. Schmidt, Köln

Wir sind bald ein Dorf

Wenn es so weitergeht, ist diese Großstadt bald ein Dorf. Viele fahren dann lieber in andere Städte zum Einkaufen und hier schließen Geschäfte.
Elke Radeke, Köln

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