Empfehlen | Drucken | Kontakt02.09.2010 - 10:21 Uhr

Dom-Umfeld: Die hässlichen "Pilze" bleiben doch

Von ROBERT BAUMANNS
In Beton gegossene Hässlichkeit der 70er Jahre: Die Betonpilze sind Überbleibsel der früheren Domtreppe.
In Beton gegossene Hässlichkeit der 70er Jahre: Die Betonpilze sind Überbleibsel der früheren Domtreppe.
Foto: Wand Michael
Köln –  

Das Umfeld des Doms sollte schöner werden. Doch Pustekuchen: Die hässlichen Betonpilze bleiben, auch die neue Treppe kommt nicht.

Insgesamt 24 Millionen Euro sollte die Umgestaltung des Domumfeldes kosten. Laut Ratsbeschluss sollte das Geld von 2010 bis 2014 verbaut werden. 16 Millionen Euro wurden beim Bund aus dem Fördertopf für Welterbestätten beantragt. Magere fünf Millionen hat der Bund nun zugesagt.

Der Dionysoshof mit dem gleichnamigen Brunnen. Hinter der Wand befindet sich das Baptisterium (frühchristliches Taufbecken aus dem 6. Jhdt). Große Fenster sollen es sichtbar machen.
Der Dionysoshof mit dem gleichnamigen Brunnen. Hinter der Wand befindet sich das Baptisterium (frühchristliches Taufbecken aus dem 6. Jhdt). Große Fenster sollen es sichtbar machen.
Foto: uwe weiser

„Das ist ein herber Rückschlag“, erklärt Stadtentwicklungsdezernent Bernd Streitberger (CDU) enttäuscht gegenüber EXPRESS. „Die Betonpilze bleiben stehen, die Fassade entlang der Trankasse bleibt unbearbeitet, auch die geplante neue Treppe wird es nicht geben.“

Das einzige, was gemacht werden könne, sei die Umgestaltung des Dionysoshofs und des Baptisteriums unterhalb der Dom-Ostseite. „Aber auch hier werden wir sicher reduzieren und mit einfacheren Materialien als geplant arbeiten müssen“, so der Dezernent.

Streitberger hofft, dass sich das Land NRW und das Domkapitel an den Kosten beteiligen. Dass der Rat mehr Geld zur Verfügung stellt, darf bei 463,8 Millionen Euro Haushaltsdefizit und explodierenden Kosten bei Prestigeprojekten (Opernquartier) bezweifelt werden.

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