Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.

Hooligans: Gewalt-Orgie in Köln: Protokoll und Bilanz

Erst am Abend beruhigte sich die Lage wieder.

Erst am Abend beruhigte sich die Lage wieder.

Foto:

dpa

Köln -

Eine Eskalation der Gewalt in Köln: Bei der Demonstration "Hooligans gegen Salafisten" am Sonntagnachmittag flogen Steine, Dosen, Flaschen - und sogar Fahrräder. Am Ende gab es mehrere Verletzte. Die Polizei setzte sich mit Tränengas und Wasserwerfern zur Wehr, nahm mehrere Demonstranten fest.

Bilanz: 44 verletzte Polizisten. 17 Personen wurden vorübergehend festgenommen.

Lesen Sie hier das Protokoll nach:

+++

20 Uhr: Die meisten Hooligans sind aus Köln abgereist - doch nun sind die Demonstranten in den Zügen. Eine Reisende in einem Regionalexpress von Köln nach Münster berichtete dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ von gespenstischen Szenen. Die Rechtsextremen hätten in dem Zug Ausländer beschimpft und bedroht: „Die Situation droht zu kippen. Und wenn das passiert, hat es keiner im Griff." Die Hooligans hätten die ganze Zeit Handyvideos geschaut, wie sie „die Polizei besiegt haben.“ Später habe der Zug dann gestoppt, die Bundespolizei sei zugestiegen.

+++

19 Uhr: Erst am Abend beruhigte sich die Lage wieder.

+++

18.09 Uhr: Die Demo hat auch Auswirkungen auf den KVB-Verkehr: Die Bus-Linien 132 und 133 fahren den Breslauer Platz/Hbf zur Zeit nicht an. Die Linie 140 kann den Ebertplatz nicht anfahren.

+++

17:49 Uhr: Man will es eigentlich gar nicht glauben: Es ertönt "Atemlos" von Helene Fischer. Kein Scherz! Eine langsame Piano-Version des Schlagers schallt über den Platz. Tatsächlich beruhigt sich die Situation ganz allmählich. Trotzdem kommt es immer noch zu Festnahmen.

+++

17:30 Uhr: Die Lage kommt nicht zur Ruhe. Die Polizei musste jetzt auch hier die Wasserwerfer einsetzen, weil Flaschen und ganze Fahrräder auf die Beamten geworfen wurden.

+++

Hooligans demonstrieren auf Breslauer Platz
Köln, 26.10.14: Tausende Hooligans demonstrierten zunächst friedlich auf dem Breslauer Platz. Dann aber eskalierte die Situation.

+++

17.10 Uhr: Weiterhin Wasserwerfer am Breslauer Platz, die Lage vor Ort bleibt angespannt. Weiterhin werden Bengalos gezündet. Die Polizei hat den ganzen Platz umstellt. Einige Hooligans sind bereits weitergezogen.

+++

17:05 Uhr: Die Polizei meldet: "Die Einsatzlage hat sich beruhigt."

+++

17 Uhr: Die Rheinuferstraße ist seit einer Stunde gesperrt

+++

16.40 Uhr: Ein Polizeitransporter am Breslauer Platz wurde umgeworfen. Es gibt mehrere Verletzte und diverse Festnahmen.

+++

16.35 Uhr: Jetzt gerät es außer Kontrolle! Die Demonstranten werfen mit Steinen, mir Flaschen, mit Dosen auf Polizisten und schwingen Schlagstöcke. Die Beamten setzen sich bisher mit Pfefferspray, Schlagstöcken und Wasserwerfern zur Wehr. Ein Polizeisprecher: „Wir haben jetzt im Moment Pfefferspray, Schlagstöcke und Wasserwerfer im Einsatz und versuchen, die Lage etwas unter Kontrolle zu kriegen.“

Gewaltbereite Hooligans bei Demo in Köln erwartet
Köln, 24.10.14: Die Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" hat für kommenden Sonntag eine Großdemonstration am Hauptbahnhof angekündigt. Die Polizei ist vorgewarnt und rechnet mit zahlreichen Gegendemonstranten.

+++

16.30 Uhr: Eine Vorhut von 40 Mann der Hool-Demonstranten hat versucht, sich zur Gegendemo durchzuschlagen, die Polizei wehrte sie mit Pfefferspray ab. Ein Teil der Demonstranten wurde am Musical Dome festgesetzt.

+++

16.20 Uhr: Die Hooligan-Demo zieht nun über die Rheinuferstraße Richtung Musical Dome.

"HoGeSa"-Demo: So bereitete sich die Polizei vor
Köln, 26.10.14: Sprecher Christoph Gilles: So hat sich die Polizei auf die Demo vorbereitet.

+++

16.10 Uhr: Eskalation am Ebertplatz! Hooligans haben mit Flaschen auf Polizisten geworfen - jetzt greifen die Beamten mit Wasserwerfern und Pfefferspray durch.

+++

Ohne Worte - so ist die Stimmung am Breslauer Platz:

+++

15.30 Uhr: Solchen Protest gegen Rechte gibt's wirklich nur in Kölle:

+++

15.13 Uhr: Der Zufluss zur Hooligan-Demo nimmt kein Ende, die Zahl der Demonstranten ist nur noch schwer zu bestimmen. Tausende sind jetzt auf dem Weg Richtung Theordor-Heuss-Ring. Man kann nur hoffen, dass es nicht zu einem Aufeinandertreffen mit den Gegendemonstranten kommt.

+++

15.05 Uhr: Bei der Gegendemo vorm Hauptbahnhof haben sich inzwischen etwa 2000 Menschen versammelt. Viel Antifa, einige Kurden und viele Linke. Vor etwa zehn Minuten versuchten Hooligans durch den Hauptbahnhof auf die andere Seite zu gelangen, sie wurden aber von der Polizei gestoppt. Bei der Gegendemo ist die Stimmung weniger bedrohlich.

+++

15 Uhr: Die Fläche für die Demonstranten wird vom Breslauer Platz aus erweitert, damit alle Platz finden. Am Hauptbahnhof ist inzwischen der nächste Böller hochgegangen - und immer noch trudeln weitere Hooligans und Rechte ein.

+++

Es wird immer voller auf dem Breslauer Platz. Unsere Reporter berichten von 2500 Menschen - und es kommen immer noch mehr Gruppen vom Hauptbahnhof und zuletzt noch vom Eigelstein dazu.

+++

14.37 Uhr: Auch bei der Gegendemo auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs ist es sehr, sehr voll geworden.

+++

Update in Sachen Verkehr:

+++

14.23 Uhr: Am Hauptbahnhof explodieren die ersten vier Sprengkörper!

+++

14.20 Uhr: Die Demonstration läuft, etwa 1500 Teilnehmer sind auf dem Breslauer Platz.

+++

14.05 Uhr: Etwa 300 Hooligans sind mit dem Zug aus Aachen angekommen, 50 weitere wurden über den Breslauer Platz zur Demo-Gruppe geführt.

+++

14 Uhr: Unser Reporter vor Ort berichtet inzwischen von etwa 1200 Demo-Teilnehmern vor Ort. Die Lage ist noch relativ ruhig. Allerdings sind viele Teilnehmer bereits alkoholisiert und skandieren rechte Parolen. Für die Reisenden am Hauptbahnhof gibt es keine Beeinträchtigungen.

+++

13.45 Uhr: Augenzeugen sprechen von "extrem aggressiver Stimmung" vor Ort. Von Ausschreitungen ist aber von Seiten der Polizei noch nichts bekannt.

+++

13 Uhr: Der Breslauer Platz füllt sich weiter, wie auf dem Foto zu sehen. Aber: 1500 bis 8000 Demonstranten sind erwartet worden - so viele sind das definitiv noch nicht.

+++

Inzwischen sind die ersten Demonstranten der "HoGeSa" (Hooligans gegen Salafisten) eingetroffen. Langsam wird's voll.

+++

Die extrem schwierige Aufgabe der Polizei ist es dann, beide Fronten auseinanderzuhalten. „Das ist ein Ritt auf der Rasierklinge. Wir rechnen sogar mit Rechten aus Frankreich und England“, sagt der Beamte, der nicht damit rechnet, dass Salafisten am Veranstaltungsort aufkreuzen.

+++

Hauptbahnhof Köln, 11 Uhr: Seit einer guten Stunde positionieren sich Polizisten rund um den Bahnhofsvorplatz und Breslauer Platz.

Nochmal der Hinweis: Es wird dringend empfohlen, den Hauptbahnhof am heutigen Tag komplett zu meiden.

Autofahrer müssen am Nachmittag im Bereich hinter dem Hauptbahnhof (Breslauer Platz, Theodor-Heuss-Ring und Rheinuferstraße) mit Behinderungen rechnen. Weitere Infos HIER!

Gegendemo auf dem Bahnhofsvorplatz
Vor dem Bahnhof demonstrierten Tausende gegen die Demo der Hooligans am Breslauer Platz