Köln - Chorweiler brutal. Immer wieder wird der Sozialbrennpunkt zum Ort gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gangs. Diesmal versuchte ein 29-Jährige Rapper, einen Kontrahenten zu erstechen.
Er rappt in seinen Texten über Gewalt, Sex und Drogen, auf Youtube kursieren Videos. Jetzt steht Bernas A. in Verdacht, seine Texte in die Tat umgesetzt zu haben.
Der Vorwurf: Er soll versucht haben, einen Nebenbuhler zu erstechen. Das Opfer: Artur M. (26).
Nach dessen Schilderung hatte sich Bernas, den er flüchtig kennt, über Handy gemeldet - er wolle sich mit ihm treffen, am Fußballplatz an der Merianstraße: „Ich habe mir nichts dabei gedacht. Als ich wie verabredet am Platz erschien, düste Bernas in einem dunklen Jeep heran. Er stieg aus dem Auto aus und hatte eine Hand hinter seinem Rücken. Als er näher auf mich zukam zog er einen krummen Dolch hervor und stach ohne etwas zu sagen sofort zu“.
Blutüberströmt brach der 26-Jährige zusammen. Als Artur M. auf dem Boden lag, stach der Täter weiter zu. Sechs Platzwunden auf dem Kopf und 20 Stichverletzungen am ganzen Körper waren die Folgen des Messerangriffs. Aber er hatte Glück im Unglück. Keine der Verletzungen ist lebensgefährlich.
Erst als die Freunde von Artur M. herbei eilten, lies der Täter von ihm ab und flüchtete. Freunde schleppten den Verletzten zur Polizeiwache, wo er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde.
Über die Hintergründe der Tat kann nur gerätselt werden. Artur M. hüllt sich in Schweigen. Seine Freunde erzählen, dass die Auseinandersetzung wegen einer Frau begann.Der Gangster-Rapper stellte sich Dienstagnachmittag in Begleitung eines Anwalts der Polizei.
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