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Böller und Bengalos: Wie konnte ein Abi-Gag so eskalieren?

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Auf Facebook gibt sich das „Kölsch Kraat Kommando“ martialisch, aber dieses Mal wurde es selbst Opfer.
Auf Facebook gibt sich das „Kölsch Kraat Kommando“ martialisch, aber dieses Mal wurde es selbst Opfer.
Foto: Screenshot Facebook
Köln –  

Eigentlich soll es ein Riesenspaß werden. Eine Wasserschlacht unter mehreren Hundert Schülern in der Südstadt. Doch das ändert sich schnell, als vereinzelt plötzlich Böller und Bengalos fliegen, drei Polizisten und mehrere Schüler verletzt werden.

Ort des Geschehens: Das Humboldt-Gymnasium in der Südstadt. Vor dem Schultor kommt es am späten Donnerstagabend, gegen 23 Uhr zum Showdown der Mottowoche der Abiturjahrgänge.

Mehrere Schulen schließen sich zusammen, um die Humboldt-Schüler und ihren Abi-Jahrgang, das „Kölsch Kraat Kommando 2013“, in einer finalen Riesenwasserschlacht in die Knie zwingen. Doch der Spaß geht nach hinten los.

Der Schüler-Krieg in der Südstadt - nicht der erste Abi-Gag, der gründlich daneben ging. Auch am Königin-Luise-Gymnasium hatten Abiturienten zuvor kräftig randaliert.
Der Schüler-Krieg in der Südstadt - nicht der erste Abi-"Gag", der gründlich daneben ging. Auch am "Königin-Luise-Gymnasium" hatten Abiturienten zuvor kräftig randaliert.
Foto: Zik

„Plötzlich standen mehr als 1.000 andere Abiturienten vor uns, von denen einzelne Chaoten erst Eier und Mehlbeutel und dann Böller und Bengalos warfen“, sagt ein Humboldt-Schüler dem EXPRESS. Und weiter: „Dann lief das total aus dem Ruder. Wir hatten nur Wasserbomben und Wasserpistolen.“

Zu diesem Zeitpunkt ist auch schon die Polizei vor Ort. Es war nicht der einzige Einsatz in der Abi-Woche. „Wir haben die Beamten angesprochen und gebeten, das alles abzubrechen, aber die haben uns nicht ernst genommen“, berichtet eine andere Schülerin. Sie kann nicht verstehen, wie ein Abi-Gag derartig eskalieren konnte: „Das haben wir so nie gewollt.“


Das sieht auch Harald Junge so. Der Schulleiter des Humboldt-Gymnasiums wurde um 0.15 Uhr vom Hausmeister aus dem Schlaf gerissen und war 20 Minuten später vor Ort: „Ich habe mit meinen Schülern gesprochen. Sie haben versichert, dass keiner von ihnen einen Feuerwerkskörper geworfen habe.“

Und weiter: „Das Kölsch Kraat Kommando hat die ganze Woche über nichts gemacht. Klar, sie haben mit ihrem ironischen Video im Internet provoziert, aber nach jedem Streich und jeder Wasserschlacht haben sie alles wieder aufgeräumt.“

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