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Blut-Drama: Kinder verzweifelt: „Der hat meinen Papa erschossen“

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Hier geschah das Drama in Derschlag.
Hier geschah das Drama in Derschlag.
Foto: Carsten Rust
Gummersbach –  

Nikolai B. (†39) wollte mit seiner Freundin, den beiden Stiefsöhnen (12, 14) und der gemeinsamen Tochter (6) in den Urlaub fahren. Doch am Tag vor der Abfahrt kam es zum tödlichen Streit mit seinem Bruder.

Einen Tag nach der Familientragödie von Gummersbach kommen weitere schockierende Einzelheiten ans Licht. „Die kleine Tochter war vollkommen in Panik. Sie lief mitten auf die Straße und rief nur, dass ihr Onkel ihren Papa erschossen habe und alles voller Blut sei. Alle drei Kinder klingelten auf ihrer Suche nach Schutz bei zig Nachbarn“, wie eine Nachbarin berichtet.

Vor der Haustür kennzeichnete eine Ziffertafel der Kölner Kripo die Blutspuren.
Vor der Haustür kennzeichnete eine Ziffertafel der Kölner Kripo die Blutspuren.
Foto: Carsten Rust

Viele in der Straße hatten seit Jahren Angst vor dem Schützen Alexander B. „Der hatte die Pistole schon seit langer Zeit. Hin und wieder hat er nachts rumgeballert. Doch, dass er eines Tages auf einen Menschen schießt, hat niemand gedacht“, so ein Anwohner. Alexander wird von vielen Nachbarn als aggressiver Choleriker beschrieben.

„Beide Brüder hatten Diabetes. Niko kam damit gut zurecht, aber Alex nahm die Medizin nicht regelmäßig. Er war schnell auf 180“, erklärte Klaus Irle (72). Der langjährige Freund der Familie kannte die Geschwister und ihren verstorbenen Vater seit über 35 Jahren.

Am Tag nach dem Blut-Drama kam die Familie noch einmal ins versiegelte Haus.
Am Tag nach dem Blut-Drama kam die Familie noch einmal ins versiegelte Haus.
Foto: Carsten Rust

„Es wird lange dauern, bis ich das verarbeitet habe. Ich kann es immer noch nicht fassen“, sagt Irle.

Es war kein Geheimnis in der Straße, dass sich die Brüder schon lange wegen des Hauses und des Geldes in den Haaren hatten. Wie zu hören war, hatten nach dem Tod des Vaters im vergangenen Jahr beide jeweils 40.000, die Schwester 70.000 Euro geerbt. Nikolai kaufte sich von seinem Anteil ein teures Auto und wollte nun auch das Elternhaus zu Geld machen, so ein Anwohner. Seine Schwester habe zugestimmt.

Nur Alexander B. war strikt gegen den Verkauf – drehte er deswegen in der Nacht zu Montag durch? Die Ermittlungen dauern an.

Klaus Irle (72) kannte die Brüder seit ihrer Kindheit.
Klaus Irle (72) kannte die Brüder seit ihrer Kindheit.
Foto: Carsten Rust
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