Köln
Alle Nachrichten aus Köln und Umland - News, Nachtleben, Prominente, Skandale.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Bizarre Gebühren-Idee: Finanznot: Stadt will die Schlangen-Steuer

Von
Ein klarer Fall für die Schlangen-Steuer: Für die Jecken wurde in der Südstadt sogar der öffentliche Bürgersteig durch Gitter abgesperrt.
Ein klarer Fall für die Schlangen-Steuer: Für die Jecken wurde in der Südstadt sogar der öffentliche Bürgersteig durch Gitter abgesperrt.
 Foto: Worring
Köln –  

Krisen, finanzielle allemal, steigern die Kreativität. Das beweisen derzeit Beamte in der Kölner Stadtverwaltung. Um die klamme Kasse aufzufüllen, wollen sie eine neue Gebühr in Köln einführen: quasi eine Steuer auf Warteschlangen.

So sollen Chefs von Diskotheken, Kneipen, Kinos und anderer privater Unternehmen zur Kasse gebeten werden, wenn sich vor ihren Eingangstüren Menschenschlangen auf den Gehwegen formieren und auf Einlass warten. Für diese „Sondernutzung einer öffentlichen Fläche“ will die Stadt künftig 9,40 Euro pro Quadratmeter und Tag kassieren.

Ebenso sollen wartende Kunden beim „Schalterverkauf zur Straße hin“ gebührenpflichtig erfasst werden. Der neue Gebühren-Tatbestand von 1,55 bis 6,90 Euro monatlich für den „laufenden Meter“ variiert je nach Attraktivität des Standortes. Hier dürften KVB und Konzertticketschalter die Zielgruppe bilden.

Achtung: Warteschlangen vor einem Verkaufsschalter – wie hier am Zoo – könnten gebührenpflichtig werden.
Achtung: Warteschlangen vor einem Verkaufsschalter – wie hier am Zoo – könnten gebührenpflichtig werden.

Die Schlangen-Steuer ist für die Verwaltung konsequent: Eine Gebühr für Außengastronomie, die linear um zehn Prozent steigen soll, gibt es schon. Bei der Schlange werde ebenso „öffentliche Fläche der Allgemeinheit zum finanziellen Vorteil einzelner entzogen“, heißt es in der Begründung zur neuen Sondernutzungsgebührensatzung, die EXPRESS vorliegt. Im September sollen die Politiker im Rat sie abnicken.

„Wir können nur dringend empfehlen, diesen Blödsinn abzulehnen“, sagt Harald Schledorn vom Bund der Steuerzahler. „Abgesehen davon, dass sich Köln damit in ganz Deutschland lächerlich macht, ist der bürokratische Aufwand für die geringen Einnahmen viel zu hoch“ – etwa beim Vermessen der Schlangen.

IHRE MEINUNG zum Thema - jetzt auf www.express.de/facebook!

Mehr dazu
Weitere Meldungen aus dem Bereich Köln
Der Fahrer des Transporters steht neben seinem Wagen, besieht sich den Schaden an der Seite. Währenddessen liegt das teilweise vollkommen zerfetzte Motorrad des jungen Kölners neben ihm.
Unfall an der Haie-Halle
Kölner (22) kracht mit Motorrad in Holland-Sprinter

Schlimmer Motorrad-Crash am Samstagvormittag an der Trainingshalle der Kölner Haie: Auf der Gummersbacher Straße hatte ein Niederländer verbotenerweise gewendet – der Biker konnte nicht ausweichen.

Zugführer Giuseppe Giaccone stoppte zum Gedenken.
Germanwings-Trauer
11.59 Uhr: Ganz Köln stand still

Mitgefühl, Anteilnahme und Kummer. Bei vielen Kölnern schlug das Herz am Freitag schwer. Tausende Trauernde in der City, Polizei und Absperrungen an jeder Ecke. Fahnen auf Halbmast, Plakate mit schwarzer Schleife und der Flugnummer 4U9525.

Dieser XXL-Geburtstagsgruß hängt in Niehl.
"Happy Birthday Simone"
Das ist Kölns größter Geburtstagsgruß des Jahres

Auf einem Plakat an der KVB-Haltestelle "Amsterdamer Straße" prangt ein Geburtstagsgruß in XXL: Ihre Freunde haben Simone zu ihrem Ehrentag ein besonderes Geschenk gemacht.

Anzeige

Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche:

FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
Kölner Verkehrs-Betriebe
Köln-Galerien
Veedel und Regionen
EXPRESS E-Book Mordakte Rheinland
Um Taschenstahl vorzubeugen, sollten die andere darauf aufmerksam machen, wenn Sie sehen, dass sich Dritte dafür interessieren.

Mit diesen Tipps können Sie Taschendiebstahl vorbeugen.

Ausbildung und Beruf
Aktuelle Videos