Kleine Lea Sophie (2), endlich kannst du in Frieden ruhen. Zwei Monate nach der tödlichen Attacke ihres „Stiefvaters“ wurde die Asche des Mädchens am Mittwoch in Bonn beerdigt. Weit weg vom Tatort in Köln-Chorweiler.
Eine rosa Urne mit Teddybär, aufgestellt in der Trauerhalle des Bonner Nordfriedhofs. Dazu Kerzen, Blumengestecke. Am Grab weinte die Oma, warf Rosen und Plüschtier in den Boden. Die Familie stammt aus Wesseling, daher wurde das nahegelegene Bonn als Begräbnisort gewählt.
„Es war eine sehr bewegende Trauerfeier“, berichtet die Chorweiler Bezirksbürgermeisterin Cornelie Wittsack-Junge. Die Grünen-Politikerin hatte Stofftiere mitgebracht, die trauernde Anwohner nach der Tat am Pariser Platz abgelegt hatten. Und sie legte im Namen der Stadt Köln einen Kranz ab.
„Die Familie dankt allen, die dieses würdige Begräbnis durch ihre Anteilnahme und zahlreiche Geldspenden ermöglicht haben“, sagt Rechtsanwalt Lukas Pieplow dem EXPRESS.
Die Mutter von Lea Sophie durfte nicht an der Beerdigung teilnehmen. Das hatte die Staatsanwaltschaft verboten. Katharina M. (20) sitzt in U-Haft. Ihr wird Totschlag durch Unterlassung vorgeworfen.
M.’s Freund Patrik L. (23) hatte das kleine Mädchen kurz vor Weihnachten aus nichtigem Anlass geschlagen. Mutter und Freund halfen dem schwer verletzten Kind nicht. Als Lea tot war, legten sie die Leiche in einem Gebüsch ab. Bald soll Anklage erhoben werden.
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