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Beute für schönen Garten: Mitarbeiter bringt Axa um über 400.000 Euro

Tim W. (45) im Kölner Amtsgericht.

Tim W. (45) im Kölner Amtsgericht.

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Pusch

Köln -

Em Jade ist’s doch am schönsten. Familienvater Tim W. (45, Name geändert) aus Elsdorf schuf sich hier sein eigenes Paradies. Zierpflanzen, Gartenhäuschen, Terrasse überdacht. Das ging ins Geld. Wie gut, dass der Versicherungskaufmann als Bereichsleiter bei Axa arbeitete. Hier zweigte er einfach mal mehrere Hunderttausend Euro ab.

Existenz- und Verlustängste habe er gehabt, erklärte Tim W. beim gestrigen Betrugs-Prozess vorm Kölner Amtsgericht. „Meine Ehe war kaputt“, meinte der 45-Jährige. Offenbar wollte er seine Frau beeindrucken, indem er immer mehr Geld mit nach Hause brachte. „Das meiste floss in die Gartenanlage.“

Die Gattin wusste von den Betrügereien ihres Mannes nichts. Er erklärte die bessere Finanzsituation mit Bonuszahlungen seines Arbeitgebers. Irgendwie stimmte das ja auch. Nur, dass er sie selbst tätigte.

Vier Jahre lang überwies er sich immer wieder Beträge aus Altersvorsorge-Verträgen seiner Firma auf sein eigenes Konto. 50 Euro, 500 Euro, gerne auch mal 3000 Euro. Am Ende hatte sich der zweifache Vater satte 420.000 Euro abgezweigt.

Der Schwindel fiel auf, weil einem Kollegen eine Abrechnung komisch vorkam. Es folgte die fristlose Kündigung. Die Versicherung hat sich per Pfändung schon 95 000 Euro zurückgeholt. „Ich schäme mich“, erklärte W. unter Tränen. Seine Ehefrau halte aber zu ihm. Der Richter verhängte milde zwei Jahre Haft auf Bewährung.