Der Begriff „miese Betrüger“ wäre noch zu höflich gewählt für drei Verbrecher, die am Mittwoch auf der Anklagebank des Landgerichts saßen. Mit dem sogenannten Wasserwerk-Trick sollen sie eine blinde Seniorin (100) um einen Großteil ihres Ersparten gebracht haben.
Die Masche der Täter ist immer dieselbe: Im Blaumann und mit Werkzeugkoffern ausgerüstet, klingeln sie bei arglosen Rentnern, stellen sich als Mitarbeiter des Wasserwerks vor. „Wir müssen die Rohre überprüfen“, sagen sie. Während ein Täter die betagten Hauseigentümer ablenkt, durchsuchen Komplizen die Zimmer nach Diebesgut.
Mindestens fünf Senioren gingen den Angeklagten Angelo J. (24), Manuel S. (27) und Marcel J. (27) auf den Leim.
Bezeichnend: Einer der Täter hatte die Beute dazu verwendet, sich ein Luxus-Auto zu finanzieren.
Der 100-Jährigen wurde ein Auftritt vor Gericht erspart, das Verfahren wurde seitens der Staatsanwaltschaft eingestellt, da die Beweislast in den anderen Fällen erdrückend scheint.
Die Angeklagten legten Teilgeständnisse ab.
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