Die Moschee in Ehrenfeld wächst in einem rasanten Tempo. Um die Weihnachtstage ist der Rohbau abgeschlossen. Vielleicht deshalb überlegt die Türkisch-Islamische Union (Ditib) als Bauherr noch, ob sie – wie bei der Grundsteinlegung – Polit-Prominenz aus nah und fern zum Richtfest einladen soll. Wir können uns auch einen fließenden Übergang zur Innenausbau-Phase vorstellen“, heißt es dazu aus der Ditib-Zentrale.
Besonders die 34 Meter hohe, Kuppel, die sich aus gigantischen Beton-Schalen zusammensetzt, prägt jetzt schon das Bild zum Eingang der Venloer Straße. Im Volksmund wird der Kuppelbau gelegentlich schon „Ehrenfelder Ei“ genannt. Es ist ein neues Wahrzeichen. Ganz aus Beton. Und das soll auch so bleiben. Fliesen, Farbe, Ornamente – Fehlanzeige, nicht einmal Putz ist geplant.
Architekt Paul Böhm, wie sein Vater Gottfried und sein Großvater Dominikus als Kirchenbauer weltweit bekannt, stellt fest: „Es handelt sich um Sichtbeton mit gestockter, also etwas angerauhter Oberfläche. Das Bauwerk wird weder verkleidet noch verputzt.“
Allerdings legt die Bauherrin Ditib Wert auf Transparenz. Allein 4700 Quadratmeter Glasflächen werden eingebaut, unter anderem zwischen den einzelnen Schalenelementen des Kuppelbaus, um etwa den Gebetsraum nach außen zu öffnen. 1200 Tonnen Stahl und rund 15 000 Tonnen Beton werden verbaut. Die Betonoberfläche des Moscheekomplexes misst rund 15 200 Quadratmeter, die Nutzfläche liegt bei etwa 16 000 Quadratmetern.
Der Baufortschritt liegt im Zeitplan, so Böhm. Für Herbst 2011 ist die Einweihung geplant. „Endlich mal ein Großprojekt, das fluppt“, bemerkte da schon ein hochrangiger Beamter aus der Bauverwaltung – nicht ohne Anerkennung.
Mit der Höhe der Minarette wächst auch die Spendenbereitschaft. Inzwischen seien bei der Ditib rund 7,7 Millionen Euro eingegangen. Die Baukosten sollen bei bis zu 20 Millionen Euro liegen.
Dittsches Imbiss-Kumpel oben ohne in Köln
Man kennt ihn als Imbiss-Ingo, der in Dittsches Stammlokal hinter der Theke steht, doch EXPRESS traf den Rheinländer einmal privat. Am Ort hatte sich dabei aber nicht viel geändert.
Stromausfall: Person aus Fahrstuhl gerettet
Eine Störung in einem Umspannwerk in der Wöhlerstraße hat am Freitagabend zu einem Stromausfall im Kölner Westen geführt. Die Feuerwehr musste eine Person aus einem Fahrstuhl befreien.
Großer Abschied für einen großen Kölner
Hunderte erwiesen Norbert Burger die letzte Ehre. Sechs Rote Funken trugen Burgers Sarg zu seiner letzten Ruhestätte.