Köln
Alle Nachrichten aus Köln und Umland - News, Nachtleben, Prominente, Skandale.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Bei Brand in Grengel: Kleiner Toni (1) stirbt in Feuerhölle

Von
Im Vorgarten liegt der große, gelbe Stoff-Winnie-Pooh von Toni.
Im Vorgarten liegt der große, gelbe Stoff-Winnie-Pooh von Toni.
Foto: Rust
Köln –  

Ein großer Stoff-Winnie-Pooh liegt mit angesenktem Fell im Vorgarten. Er ist ein stummer Zeuge für das schreckliche Flammendrama, das sich am Mittwoch in Grengel zugetragen hat.

Bei einem Dachstuhlbrand konnte der kleine Toni (1, alle Namen geändert) nur noch tot geborgen werden.

Mittwochmorgen 10.15 Uhr: Toni hat Besuch von seinem Cousin Luca (4), der direkt um die Ecke wohnt. Beide sitzen im Wohnzimmer und gucken fern. Tonis Mutter Silvia T. (31) steht nach EXPRESS-Informationen in diesem Moment mit dem Hund für wenige Minuten vor der Haustür. Plötzlich hört sie laute Kinderschreie.

Ein Rettungshelikopter brachte einen zweiten Notarzt zur Einsatzstelle.
Ein Rettungshelikopter brachte einen zweiten Notarzt zur Einsatzstelle.
Foto: Rust

Während Luca sich selbst aus der kleinen Dachgeschosswohnung retten kann, kommt Silvia T. auf der Treppe schon so dichter Qualm entgegen, dass sie nicht weiterkommt. Sie ruft die Polizei an, die alarmiert die Feuerwehr. Nach nur fünf Minuten trifft ein Löschzug ein.

„Die Mutter stand im dichten Rauch im Treppenhaus. Sie sagte uns, ihr Kind sei noch oben. Ein Nachbar hatte schon versucht zu helfen. Sofort haben wir Kollegen mit Atemschutz, aber ohne Wasserschlauch, für die Suche reingeschickt. Für alles andere war keine Zeit mehr“, so Feuerwehrsprecher Jens Müller.

Doch als die drei Feuerwehrleute eine Tür in der Brandwohnung öffnen, schlägt ihnen eine Feuerwalze entgegen. Alle drei werden leicht verletzt. Erst als drei weitere Trupps mit Wasserschläuchen reingehen und nach und nach die Flammen löschen können, entdecken sie die Leiche des kleinen Toni.

Nachdem der Junge gefunden wurde, waren die Feuerwehrleute sichtlich bewegt.
Nachdem der Junge gefunden wurde, waren die Feuerwehrleute sichtlich bewegt.
Foto: Rust

Sein Cousin Luca hat sich zu Nachbarn geflüchtet. Die verständigen seinen Vater, der ihn sofort abholt. Luca scheint unverletzt zu sein. Anders als die drei Feuerwehrleute und der zur Hilfe geeilte Nachbar. Alle erleiden eine leichte Rauchvergiftung. Silvia T. kommt mit einer schweren Rauchvergiftung und einem Schock in die Klinik.

Die alleinerziehende Mutter wohnte mit ihrem Sohn gemeinsam in der oberen Wohnung des Zwei-Familien-Hauses. Darunter lebt ihre Schwägerin mit ihrem Lebensgefährten. Die Angehörigen und einige Nachbarn wurden vor Ort von Seelsorgern betreut. Experten versuchen jetzt, die genaue Brandursache zu klären.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Köln
Ein Bild aus dem vergangenen November: Aufräumarbeiten im Hambacher Forst.
Hambacher Forst
Aktivisten greifen Waldarbeiter an

Wieder einmal haben Aktivisten im Hambacher Forst für Aufsehen gesorgt. Erst griffen sie Waldarbeiter an, anschließend verschanzten sie sich in Baumwipfeln.

So lecker kann ein Albumtitel sein: EXPRESS traf die Band „Basta“zum Dominospielen und -essen.
Neue Platte
„Basta“: Wir sind eine große Familie

Die Kölner A-cappella-Band „Basta“ zog sich für ihre neue Platte zehn Tage lang nach Österreich zurück – und kam dabei ganz ohne Zoff aus.

Der 23-Jährige machte die Frauen gefügig und ließ sie dann für sich anschaffen.
Kölner (23) verurteilt
„Loverboy“ ließ 16-Jährige anschaffen

Sechs Jahre und sieben Monate Haft wegen gewerbsmäßigen Menschenhandels, Zuhälterei und Körperverletzung. So lautet das Urteil im Prozess gegen einen Kölner „Loverboy“.

Anzeigen




Umfrage

Der FC hat sein Karnevalstrikot präsentiert! Gefällt euch das neue Outfit?

Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute:
FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
KVB
Köln-Galerien
Unser Veedel
EXPRESS E-Book Mordakte Rheinland
Ausbildung und Beruf
News aus Köln
Alle Videos