Der „Bahnknotenpunkt Köln“ muss dringend entlastet werden, sonst droht der Kollaps. Das geht am Dienstag aus einem Gutachten hervor.
Überfüllte S-Bahnen und Regio-Züge, kein Platz für zusätzliche Güterzüge - rund um Köln stößt der Nahverkehr an seine Grenzen. Nach einem Gutachten im Auftrag von NRW-Verkehrsministerium, Nahverkehr Rheinland (NVR) und Deutsche Bahn Netz soll der Bahnverkehr in der Region in den kommenden Jahren um 65 Prozent zunehmen.
Laut dem Gutachten liegt die Lösung in 15 geplanten Bauprojekten, die stufenweise bis 2030 umgesetzt werden sollen. „Das Gutachten liefert uns endlich eine fundierte Basis, um die Aufnahme des Bahnknoten-Ausbaus in den Bundesverkehrswegeplan zu forcieren“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium, Horst Becker (Grüne), am Dienstag in Köln.
Ein wesentlicher Punkt der Forderungen ist der Ausbau der S-Bahn-Strecke. Im Kölner Hauptbahnhof und im Bahnhof Messe/Deutz müssten zwei weitere S-Bahn-Gleise gebaut werden. Darauf könnten dann auch einige Regionalbahnlinien verlagert werden. Ziel sei ein Betrieb im Zweieinhalb-Minuten-Takt, um auf diese Weise andere Gleise zu entlasten. Weitere Empfehlungen sind zum Beispiel der Neubau des Kölner Westrings und die Verlängerung der Schnellfahrstrecke aus Frankfurt bis zum Bahnhof Köln Messe/Deutz.
Eine Kostenschätzung für das Projekt wollte Bringfried Belter, Vertriebsleiter bei DB Netz, nicht abgeben - nur, dass es „mit Sicherheit in den zweistelligen Millionenbereich“ gehe.
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