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Ausgesetzt & abgegeben: Tierquälerei, weil Herrchen Urlaub macht

Cocker-Spaniel Frederik irrte durch Weiden, bis ihn Passanten einfingen und den Tierrettern der Feuerwehr übergaben.

Cocker-Spaniel Frederik irrte durch Weiden, bis ihn Passanten einfingen und den Tierrettern der Feuerwehr übergaben.

Foto:

Oliver Meyer

Köln -

Traurig sitzt der etwa fünfjährige Cocker-Spaniel im Auslauf des Tierheims und wartet, dass Herrchen und Frauchen wieder kommen. Werden sie aber nicht. Denn sie machen Urlaub - und setzten den Hund zuvor aus.

Die Ferien-Opfer - EXPRESS stellt fünf Schicksale vor. In den Tierheimen hat man sich daran gewöhnt, wie eiskalt manche Kölner ihre Tiere beseitigen, wenn diese lästig werden – zum Beispiel in den Ferien.

„Wir fragen uns oft, was in diesen Leuten vorgeht, die sich einen teuren Urlaub gönnen, aber zu geizig sind, eine Tierpension zu bezahlen“, so Ruth Gosdeck vom Tierheim Zollstock.

Auch im Tierheim Dellbrück ist es in diesem Jahr so schlimm wie nie. Dort standen 32 weibliche Meerschweine, ein verkrüppelter, kranker Wellensittich, ein Nymphensittich, vier Zebrafinken, vier Japanische Möwen, zwei Diamanttauben und ein Hund gleich zu Ferienbeginn vor der Tür.

„Fast täglich stehen Kartons oder Käfige mit Tieren in den Gebüschen“, ärgert sich Gosdeck. Dabei könne man doch auch bei der Nachtwache klingeln und das Tier abgeben.

Den nächsten Schwung neuer Bewohner erwartet die Tierschützer mit Ende der Ferien. „Dann kommen Urlauber mit ihren Hunden aus Spanien und stellen ganz plötzlich fest, dass sie berufstätig sind und keine Zeit für ihr Mitbringsel haben.