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Aufstand bei Ford: Belgier: „Wir wollten unsere Kölner Kollegen warnen“

Rund 200 Demonstranten standen vor dem Tor 3. Die Polizei schien mit jedem verfügbaren Beamten vor Ort gewesen zu sein.

Rund 200 Demonstranten standen vor dem Tor 3. Die Polizei schien mit jedem verfügbaren Beamten vor Ort gewesen zu sein.

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Oliver Meyer

Köln -

Sie wollten sich bei den Ford-Bossen Gehör verschaffen, wollten gegen die geplante Schließung ihres Werkes in Genk (Belgien) demonstrieren. Doch plötzlich eskalierte die Situation und löste einen Polizei-Großeinsatz aus.

Anlass der Demonstration war eine Konferenz der europäischen Geschäftsleitung und der Betriebsräte von Ford im Kölner Werk. Mit vier Reisebussen waren die Belgier angereist. „Wir wollen nicht akzeptieren, dass ein Konzern, der im letzten Jahr 20 Milliarden Gewinn gemacht hat, jetzt in Genk 4300 Mitarbeiter auf die Straße setzt“, sagte ein Demonstrant dem EXPRESS.

Ford hatte im vergangenen Monat die beschlossene Schließung des belgischen Werkes für Ende 2014 bekanntgegeben. Davon wären neben den 4300 Mitarbeitern auch rund 5000 weitere Arbeitsplätze betroffen, die vom Fordwerk in Genk abhängen.

„Wir wollten unsere Kölner Kollegen warnen. Jeden Tag kann es passieren, dass die da oben weitere Stellenstreichungen und ganze Werksschließungen verabschieden“, sagte ein weiterer Belgier.

Neben drei verletzten Polizisten, die mit Silvesterböllern beworfen wurden, wurde auch ein Kölner Ford-Mitarbeiter des Werkschutzes von den Demonstranten verletzt.

Für den 14. November planen die Fordler einen länderübergreifenden Generalstreik. In allen europäischen Ländern sollen die Mitarbeiter ihre Arbeit niederlegen.