Köln - Er lachte, schien gelöst. Augenblicke später gestand er eine abscheuliche Tat.
Adem Ü. (25) aus Vingst hat im September 2008 den 5-jährigen Kai (Name geändert) auf einem Spielplatz in ein Holzhäuschen gelockt und missbraucht.
Zwei Jahre und neun Monate muss der Kinderschänder dafür in den Knast.Adem Ü. hielt sich oft auf dem Abenteuerspielplatz an der Homarstraße auf.
„Ich habe mit den Kindern dort Fußball gespielt“, erzählte er am Mittwoch dem Richter. So lernte er auch Kai kennen. An besagtem Tag hatte der mit seinem Bruder (8) gespielt.
Mit 20 Cent lockte Ü. sein Opfer vom älteren Bruder weg. Im Häuschen hielt er ihm die Handgelenke fest, zog Kai die Hose herunter. Als die Mutter des Jungen auftauchte, ließ der Kinderschänder von dem Jungen ab. Sein Bruder hatte Alarm geschlagen.
„Er hat sich nicht gewehrt“, sagte Ü. ganz ruhig dem Vorsitzenden Richter Christoph Kaufmann. Mit seiner ausführlichen Aussage ersparte der Sex-Täter dem Jungen zumindest eine Aussage im Prozess.
Ü.s Eltern verfolgten den Prozess. Der Kinderschänder wohnte bis zu seiner Verhaftung noch zu Hause in Vingst. Nach dem Knasturteil weinte seine Mutter.
Richter Kaufmann attestierte Ü. eine „pädophile Störung“. Nur sein umfassendes Geständnis bewahrte ihn vor einer höheren Haftstrafe. Sein Opfer Kai ist bis heute verhaltensgestört.
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