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Angeklagt wegen Mord: Toter Semmy: Täter spricht von Unfall

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Der Angeklagte Fernando D. (53) versteckte am Mittwoch im Landgericht sein Gesicht.
Der Angeklagte Fernando D. (53) versteckte am Mittwoch im Landgericht sein Gesicht.
Foto: Alexander Schwaiger
Köln –  

Er hat den Teenager Semmy (17) aus dem Fenster einer Dachgeschosswohnung gesprengt, muss sich wegen Mordes vor dem Landgericht verantworten. Doch am Mittwoch beim Prozess sprach Fernando D. (53) tatsächlich von einem Unfall.

„Ich kann dieses Arschloch nicht ertragen“, sagte Semmys Mutter und verließ mit Tränen in den Augen den Gerichtssaal. Sie ist Nebenklägerin und sah den Killer ihres Sohnes am Mittwoch zum ersten Mal.

Fernando D. äußerte sich über seine Verteidigerinnen Katrin Braun und Maria Marten. Semmy sei der Freund seiner Tochter Johanna (14) gewesen. „Er hatte einen schlechten Einfluss auf sie“, ließ der Angeklagte erklären. „Johanna ging nicht mehr zur Schule, ständig übernachtete sie in Semmys Wohnung.“

D. kreidete seiner Tochter an, lieber ihr Leben zu genießen – statt sich etwa um die Mutter zu kümmern, die seit einem schweren Schlaganfall im Rollstuhl sitzt.

Fernando D. passte es nicht, dass Semmy mit 17 schon alleine wohnte und seine Tochter dort unkontrolliert ein- und ausging. Töten wollte er den Jungen aber angeblich nicht. „Ich wollte die Wohnung unbewohnbar machen“, meinte er.

Damit seine Tochter dort nicht mehr hingehen könnte. Fernando D. hatte zehn Liter Superbenzin in Semmys Wohnung in Zollstock entzündet. Die Druckwelle schleuderte Semmy in den Innenhof. Der Prozess läuft noch bis zum 15. April.

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