Seit 37 Jahren stürmen an Christi Himmelfahrt hunderte Kölner den Rhein. Bisher gehörten neben bunten Schwimmreifen und Taucherflossen auch Kölsch-Fässer zum traditionellen Vatertags-Ritual. Mittwoch die Überraschung: Alkohol im und am Rhein war von Amts wegen verboten!
Sebastian Windbichler ist entsetzt. Seit 13 Jahren organisiert der Vorsitzende des Deutschen Unterwasser Clubs Köln (DUC) das Ereignis. „Das Wasser- und Schifffahrtsamt zu Köln hat nach dem letzten Rheinschwimmen entschieden, dass diese Veranstaltung zwar Spaß macht – aber ohne Alkohol! Es soll ein Urteil geben, welches besagt, dass diese Sicherheitslinien eingehalten werden müssen.“
Windbichler versteht die Welt nicht mehr: „Mehr als 4 Kölsch pro Person kann man sowieso nicht transportieren. Es gab noch nie Probleme wegen des Alkohols.“
Die Wasserschutzpolizei bewachte die rund 330 Teilnehmer trotzdem mit strengen Augen - und griff zwischendurch ein. „Sie haben gesagt, dass sie noch einzelne alkoholische Getränke von ihrem Boot aus sehen. Wenn wir weiterhin eine Genehmigung haben wollen, sollte ich mich darum kümmern“, so Windbichler enttäuscht.
Selbst alkoholfreie Bierfässer wurden zum Ärger der Teilnehmer entfernt. „Im Wasser werde ich daran denken, wann ich endlich mein erstes Kölsch in den Händen halte“, meinte daraufhin Rheinschwimmer Frank Michels. Fazit von Organisator Windbichler: „Teilnehmer haben gedroht, nicht mehr zu kommen. Mit dem Alkoholverbot macht das Amt eine traditionelle Veranstaltung kaputt.“
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