Köln - Wer nur seinen Fuß auf den Vorplatz des unscheinbar wirkenden Bundesverwaltungsamts (BVA) an der Amsterdamer Straße setzt, ist schon im Visier diverser Überwachungskameras.
Auch wir, die EXPRESS-Reporter, werden sofort von Sicherheitsleuten in Empfang genommen. Kein Wunder: Hier befindet sich jetzt die neue, geheime Abhörzentrale für ganz Deutschland!
Terrorverdächtige oder Schwerverbrecher von Flensburg bis München, von Dresden bis Aachen – wenn sie nach einem richterlich angeordneten Beschluss zum „Lauschangriff“ irgendwo im Bundesgebiet zum Handy oder Laptop greifen, fließen ihre Daten seit Ende Juli nach Köln und dann weiter an die auswertenden Fahnder von BKA oder Bundespolizei.
„Die Anlage ist zur Aufzeichung von Mobil- und Festnetzgesprächen, Fax, E-Mail und Internetverkehren in Deutschland bestimmt“, so eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums (BMI) zum EXPRESS. „Zurzeit sind damit 15 Bundesverwaltungsamtsmitarbeiter beschäftigt.“
Die neue Bündelung der Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) in Köln kostete 1,9 Mio Euro, steckt in schrankgroßen Servern und ist umstritten. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar warnt vor einem Übermaß an staatlicher Überwachung und greift Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble an: „Die Einbindung des BVA bedeutet einen Eingriff in das grundsätzlich geschützte Fernmeldegeheimnis.“ Diese Kritik wies das BMI zurück.
Obdachloser verbrennt in eisiger Nacht
In der Nacht zu Freitag ist im Deutzer Hafen ein Obdachloser verbrannt. Erst am Morgen entdeckten seine Kumpel die verkohlte Leiche. „Er wollte sich mit einer Kerze wärmen.“
Die Jecken sind los – Tausende op jück
Mehr als 10.000 Jecke zogen mit Sack und Pack in die Lanxess-Arena. Mit dem Husarenmarsch zog der Elferrat samt Korps ein. Und gleich zu Beginn gab sich das Kölner Dreigestirn die Ehre.
Metalldiebe klauen die Zäune von der Autobahn
Seit drei Jahren häufen sich die Meldungen bei der Autobahn- und Straßenmeisterei Frechen. „Selbst das Verplomben der Muttern an den Pfosten hat nichts gebracht.“