Die Hände klatschnass, ein leichtes Unwohlsein macht sich in der Magengegend breit, dann das Kommando: „Dann kletter mal über die Kante auf die Strickleiter!“
Am Dienstag probten die Höhenretter der Feuerwehr den Ernstfall am Köln/Bonner Flughafen. Mehrere Personen mussten aus dem Tower gerettet werden. Und ich, der EXPRESS-Reporter, war mittendrin.
Die größte Hürde war die Strickleiter. Verständlich, wenn man bedenkt, dass die an der Außenfassade des Towers in 52 Metern Höhe hing. Normalerweise habe ich mit Tiefe kein Problem, aber hier wurde ich doch etwas unsicher. Diese Angst versuchte Feuerwehrmann Harald mir zu nehmen: „Kann nix passieren, wenn es schiefgeht, sind wir beide dran!“
Doch als mich diese aufbauenden Worte erreichten, hing ich schon im Seil. Nur widerwillig ließ ich die Leiter los, nachdem ich am Führungsseil gesichert worden war. Von da an ging es abwärts, nicht nur am Seil, sondern auch mit dem Blutdruck. „Alles doppelt gesichert“, so Harald. Er muss es wissen, er ist Höhenretter aus Leidenschaft.
Nach einer Minute hatte ich wieder festen Boden unter den Füßen. Insgesamt probten 24 Kollegen aus Mönchengladbach, Köln, Düsseldorf mit der Flughafenfeuerwehr den Ernstfall.
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