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Alternative zu teuren Mieten: Diese Kölner wohnen auf einem Boot

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Wolfgang (l.) und Claus Rosenthal  leben im Sürther Hafen auf der „Indigo“ und sonnen sich gerne auf dem Deck.
Wolfgang (l.) und Claus Rosenthal leben im Sürther Hafen auf der „Indigo“ und sonnen sich gerne auf dem Deck.
 Foto: Rust
Köln –  

Drei/vier Zimmer, Küche, Bad, vielleicht ein Garten: So leben viele Kölner. Alternative zur Mietwohnung? Ein Leben auf dem Boot!

Wolfgang (48) und Claus Rosenthal (46) machen es vor: EXPRESS ging an Bord und fand ein Paar, das auf nur fünf Quadratmetern das r(h)eine Glück erlebt.

Mediendesigner Wolfgang stammt aus dem Harz, Claus (arbeitet als Nachtportier) aus Hamburg: „Vor sieben Jahren haben wir den Schlepper-Eigenbau für 4000 Euro im Internet ersteigert. Wir hatten die Bilder gesehen und uns sofort verliebt. Als wir dann unseren Bootsschein gemacht hatten, konnten wir unsere ’Indigo’ auf der Insel Rügen abholen“, erklärt Claus.

An Bord fehlt es ihnen fast an nichts. Sie haben eine kleine Küche mit Gaskochplatten und kleinem Ofen, Fernseher über der Koje und insgesamt fünf Computer, damit Wolfgang an Bord auch arbeiten kann.

Nichts für Warmduscher. Am Steg gibt es nur kaltes Wasser.
Nichts für Warmduscher. Am Steg gibt es nur kaltes Wasser.
 Foto: Rust

Was fehlt, ist ein Bad. Aber das ist kein Problem, sagt Wolfgang: „Wir haben auf dem Steg eine Außendusche, die wir das ganze Jahr über nutzen. Also auch im Winter wird nur kalt geduscht, bis die Leitungen zufrieren.“ Und sie dürfen die Toilette vom Sürther Bootshaus mitbenutzen.

Wenn es trotz des eingebauten Kohleofens an Bord zu kalt wird, weichen die Eheleute auf ihr kleines Appartement in der Nähe des Hafens aus.

„Eigentlich waschen wir da nur unsere Wäsche. Aber weil man in Deutschland eine Meldeadresse auf dem Festland braucht, haben wir uns die kleine Wohnung gemietet“, berichtet Wolfgang. Ansonsten ist das Wohnen auf dem Boot echt günstig. Etwa 90 Euro Liegegebühr im Monat, plus Strom.

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