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Ärgernis für die Augen: Grüne streiten um Werbeverbot in der City

Tausende Werbeträger im öffentlichen Raum – wie dieser Leuchtkasten auf der Schildergasse – gibt es in Köln.

Tausende Werbeträger im öffentlichen Raum – wie dieser Leuchtkasten auf der Schildergasse – gibt es in Köln.

Foto:

Rust

Köln -

Sind Tausende Werbeflächen in Köln – von Leuchtkästen bis zum Riesen-Plakat – ein Ärgernis für die Augen oder willkommene Einnahmequelle? Die Grünen debattieren darüber, die Werbung aus der Stadt nahezu komplett zu verbannen. Für den Parteitag am Samstag liegt aus Sülz der brisante Antrag vor: Werbung raus!

Leuchtkästen und Werbetafeln verstellten den Blick auf Sichtachsen, Stadtgrün und Gebäude, so die Begründung. Außerdem würden Autofahrer und Fußgänger abgelenkt. Als einzige Ausnahme soll Werbung nur noch auf Litfaßsäulen, U-Bahn-Stationen und KVB-Fahrzeugen erlaubt werden. Die brasilianische Metropole São Paulo habe es vorgemacht: Es lebe sich besser ohne Werbung.

Dazu müsste Köln bis Jahresende den Vertrag über die Nutzung von Werberechten kündigen. „Der hat eine Laufzeit von 20 Jahren und endet 2014“, so Klaus Wagner, Chef der Kölner Außenwerbung. Der Branchen-Primus macht mit der Vermarktung von Werbeflächen einen Jahresumsatz von 19 Millionen Euro.

Wagner habe ein gewisses Verständnis, dass bei höheren Ansprüchen an die Stadtgestaltung auch über die Form von modernen Werbeträgern nachgedacht werde. Doch er gibt zu bedenken: „Bei einem restriktiven Verbot für alle würde man etwa auch Hinweise für kulturelle Veranstaltungen verbannen.“