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Adler-Wache: Flüchtlingsfrauen werfen Kölner Sicherheitsdienst sexuelle Übergriffe vor

Sicherheitsdienst

Was lief in der Notunterkunft in Köln-Gremberg mit der Security-Firma (Symbolbild)?

Foto:

dpa

Köln-Gremberg -

Flüchtlinge aus einer Notunterkunft im Kölner Stadtteil Gremberg erheben schwere Vorwürfe gegen einen Sicherheitsdienst und die für die Unterkunft zuständige Stadt Köln.

Die Flüchtlingsfrauen bezichtigen laut einem offenen Brief, der dem EXPRESS vorliegt, Mitarbeiter des zuständigen Sicherheitsdienstes Adler-Wache der sexuellen Übergriffe. Frauen seien demnach beim Duschen und Stillen fotografiert und gefilmt worden, die Sicherheitsleute hätten den Frauen aufgelauert und versucht, sie zum Geschlechtsverkehr zu überreden.

Keine Rückkehr in die Notunterkunft

In die Unterkunft wollen viele so lange nicht zurückkehren, bis der Sicherheitsdienst ausgetauscht ist. Die Polizei ermittelt, es bestehe der Anfangsverdacht des sexuellen Missbrauchs.

Anzeigen zu Übergriffen in dem Heim lagen der Polizei bis Mittwochnachmittag aber nicht vor.

Es gab schon eine Mini-Demo wegen der schlechten Zustände

Die Flüchtlinge beklagen außerdem schlechte hygienische Zustände. Sie würden mangelhaft mit Essen versorgt, es gebe keine Übersetzer, kaum Hilfe bei gesundheitlichen Problemen, nur jeweils sechs Toiletten und zwei Duschen für Frauen und Männer.

70 Flüchtlinge aus dem Heim demonstrieren darum am Mittwochnachmittag vor dem Bundesamt für Migration und überreichten zwei offene Briefe.