Köln - Der Streit um den geplanten Ausbau des Godorfer Hafens wird die Wahl zum Oberbürgermeister im kommenden Jahr entscheiden. Da sind sich die Hafen-Gegner im Kölner Süden sicher.
Zumindest wird der Ausbau ein Fall für die Justiz. Am 18. September wird sich das Kölner Verwaltungsgericht erstmals mit dem 60 Millionen Euro teuren Projekt befassen.Wir wissen nicht wie das ausgeht“, sagte Oberbürgermeister Fritz Schramma bei der SoKo Veedel in Rodenkirchen.
Zur Talk-Runde von EXPRESS und Radio Köln kamen auch zahlreiche Demonstranten, die gegen den Hafen-Ausbau sind. Sie wollen nicht, dass für den Ausbau des Container-Umschlagplatzes das Naturschutzgebiet Sürther Aue geopfert wird.
Fast 40.000 Unterschriften hatten die Hafen-Gegner gesammelt, doch der Rat erklärte das Bürgerbegehren formal für unzulässig. In zweieinhalb Wochen entscheidet das Gericht darüber, ob es doch noch zu einer „Volksabstimmung“ kommt.
„Diese 40.000 Stimmen entscheiden die OB-Wahl“, drohen die Hafen-Gegner. Das sieht Schramma nicht so. Auch die SPD mit ihrem Kandidaten Jürgen Roters hat sich für weitere Hafen-Becken ausgesprochen. Die Grünen und die FDP halten dagegen.
Auch andere Projekte sind im Kölner Süden umstritten. So war der geplante Abriss und Neubau des Bezirksrathauses ein Reizthema. Die Bürgervereinigung forderte, Teile des Gebäudes zu erhalten. „Geht nicht, zu unwirtschaftlich“, so Reiner Lindlahr, Chef vom Bürgeramt.
Eine Nachricht fand ungeteilte Zustimmung: Der neu gestaltete Maternusplatz wird mit einem Weinfest und neuer Außengastronomie belebt. Außerdem wird am 24. September erstmals getestet, ob der Markt zukünftig auch mittwochs Sinn macht.
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