57 Mal überfallen: Jetzt reicht's: Leverkusener Ladenbesitzer macht dicht
Wolfgang Greiss wurde unter anderem in seinem eigenen Garten überfallen und dabei an der Hornhaut verletzt.
Florian Jocham
Leverkusen -
Es ist wie ein Fluch: Nach 51 Überfällen auf sein Geschäft hat Deutschlands härtester Ladenbesitzer seinen Laden geschlossen. Er dachte, er hätte nun endlich Frieden. Doch Fehlanzeige.
Wolfgang Greiss (67) fährt jetzt mit einem Wohnmobil durch die Gegend, bietet auf Märkten seine Waren an. EXPRESS trifft den Mann in einem Lokal. „Vor kurzem wurde ich in meinem Garten überfallen. Zwei Typen waren eingebrochen und zerstörten meine Hecken. Ich zog die Schreckschusspistole, doch einer von den beiden streckte mich mit einem Schlagring nieder.“
Von Nordafrikaner auf Markt bedroht
Greiss kam ins Krankenhaus, seine Hornhaut wurde bei der Attacke beschädigt. Dieses Mal stellte er sogar Anzeige bei der Polizei. Das hatte er bei den Überfällen davor nicht getan. „Die Täter haben mir meine Walther PPK geklaut. Deshalb bin ich zur Polizei gegangen.“
Nicht der einzige Zwischenfall: „Auch auf einem Markt wurde ich bedroht. Ein Nordafrikaner wollte, dass ich ein Gewehr aus dem Zweiten Weltkrieg für ihn repariere. Als ich mich weigerte, bedrohte er mich und meine Frau.“
Trug stets Pistole bei sich
57 Überfälle zählt er nun bereits. Als er noch ein Geschäft hatte, trug er die Pistole stets am Holster. Auch wenn er Kunden bediente. (EXPRESS berichtete). Im Schaufenster hing damals ein Schild: „Wer hier klaut, stirbt!“ Doch es half alles nichts. Deshalb hat er den Laden geschlossen.
Zum Abschluss des Gesprächs packt Greiss einen Totschläger aus und legt ihn auf den Tisch des Lokals. Greiss: „Ich werde mich weiter wehren!“ Als rechne er schon mit dem nächsten Überfall...